Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Die Herbst-Winter-Depression

Definition:
Die depressiven Zustände, die in der Regel mit den ersten Novembertagen Einzug halten, sind vor allem an den Spätherbst bzw. Winter gebunden. Man nennt man auch saisonal abhängige Depression (SAD). Im Frühjahr hellt sich die Stimmung wieder auf. Ein wesentliches Kriterium der Herbst-Winter-Depression ist, dass die Symptome über zwei Jahre in Folge auftreten.

Häufigkeit:
Frauen erleiden vier mal häufiger eine saisonal abhängige Depression als Männer, insgesamt sind ca. 800 000 Menschen in Deutschland betroffen.

Ursache:
Wenn die dunkle Jahreszeit beginnt, schaltet die innere Uhr des Körpers auf langsameren Betrieb um, die Dunkelheit während dieser Monate beeinflusst den Hormonhaushalt ungünstig. Wenn die innerlichen Zeitgeber (z.B. Hell-/Dunkel-Wechsel) nicht gut aufeinander abgestimmt sind, dann kann es zu verschiedenen körperlichen und seelischen Störungen kommen.
Hauptursache der saisonal abhängigen Depression ist Lichtmangel. Bei ausreichend Licht wird im Körper vermehrt ein stimmungsaufhellender Botenstoff ausgeschüttet, während dunkler Wintermonate dagegen wird vermehrt ein anderer Botenstoff produziert, der eher schlapp und müde macht, weil er für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig ist. Da der Winter eigentlich eher eine Ruhephase darstellen sollte, ist es nur natürlich, dass der Körper im Winter auf Sparflamme schaltet. Leider ist dies in unserer Zivilisationsgesellschaft heute nicht mehr zeitgemäß.

Symptome:
Das Ausmaß dieser Depression kann sehr unterschiedlich sein. Die kürzeren Tage drücken so auf die Stimmung, dass die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt wird:
morgendliche Müdigkeit und größeres Schlafbedürfnis mit verlängertem, aber unerquicklichem Schlaf
Antriebslosigkeit mit verminderter Leistungsfähigkeit
unbegründete Traurigkeit
über längere Zeit Reizbarkeit und Lustlosigkeit
erhöhte Sensibilität und Verletzlichkeit
Vernachlässigung von Kontakten im zwischenmenschlichen und beruflichen Bereich
Heißhunger auf Kohlenhydrate bzw. Süßigkeiten mit Gewichtszunahme

Therapie:
Natürliches Tageslicht verbessert die Stimmung, es bringt die innere Uhr wieder in Takt. Das Licht ist allerdings nur wirksam, wenn es die Netzhaut des Auges erreicht.
regelmäßig (!) lange Aufenthalte im Freien, wie z.B. bei Spaziergängen, Radfahren, Skilanglauf, selbst bei trübem Wetter.
Zur Aufnahme von bestimmten hilfreichen Mineralien/Vitaminen/Aminosäuren empfiehlt es sich, bevorzugt mageres Fleisch, Vollkornbrot, Hafermüsli, Kartoffeln, Bananen, Weintrauben Linsen, Nüsse, Trockenfrüchte und Bitterschokolade zu sich zu nehmen.
Johanniskrauttee (je 2 Tassen morgens und abends) oder Johanniskrautpräparate können zur Behandlung von saisonal abhängiger Depression eingenommen werden.
Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume können zur Vorbeugung eingesetzt werden.
Wer es sich leisten kann, kann im sonnigen Süden oder in den Alpen mehr Sonne genießen.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.