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Beschreibung der Symptome:
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Typisch für die Urtikaria sind flüchtige Quaddeln mit zentraler Schwellung und umgebender Rötung sowie starkem, fast unerträglichem Juckreiz mit Verlangen zu Reiben. Bei der spontanen Urtikaria kann jede Körperstelle betroffen sein, bei der physikalischen Form nur die gereizte Hautstelle.
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Häufigkeit:
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Etwa jeder vierte Mensch leidet einmal im Leben an einer, meist akuten, Urtikaria. Bei ca. 1,3 % der europäischen Bevölkerung liegt derzeit eine chronische Form vor.
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Formen und Auslöser:
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Spontane Form:
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Akut (4 - 6 Wochen, am häufigsten bei Kindern), ausgelöst durch
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bestimmte Nahrungsmittel wie Sellerie, Erdbeeren, Nüsse, Schalentiere
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Nahrungsmittelzusatzsstoffe wie Farb- und Konservierungsstoffe, Aromastoffe
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Medikamente wie Antibiotika, Salicylate
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Insektenstiche wie Wespen, Flöhe, Bienen oder Kontakt mit Quallen
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Berührung mit Pflanzen wie Brennesseln, Primeln
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Chronisch (länger als 6 Wochen, am häufigsten junge Erwachsene), ausgelöst durch
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bestimmte Erkrankungen wie Magen-Darm-Störungen, Pilze, Würmer, Infektionsherde, Viren (z.B. Hepatitis A oder B, Pfeiffersches Drüsenfieber), oder Stoffwechselerkrankungen
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Medikamente, solange diese eingenommen werden
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Autoimmunerkrankungen
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idiopathisch (keine Ursache erkennbar)
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Physikalische Urtikaria
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Kältebedingt (Kontakt mit kalter Luft, kalten Getränken oder kaltem Wasser)
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Lichtbedingt (kurz nach Kontakt mit Sonnenlicht)
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Reibung auf der Haut (Einwirkung von Scherkräften)
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Druckurtikaria (selten)
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Wärmeurtikaria (selten)
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Cholinergische (Auslöser ist ein Anstieg der Körpertemperatur)
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Kontakt-Nesselsucht (entsteht nur an der Stelle, wo die Haut einen Auslöser berührt)
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Aquagen
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Anstrengungsinduziert
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Ursache:
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Bei einer Unverträglichkeit gegen einen dieser Reize werden Histamin und andere Substanzen freigesetzt, was zu Quaddelbildung und Juckreiz führt.
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Diagnose:
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Bei Auftreten einer Urtikaria empfiehlt es sich, möglichst früh mit dem Führen eines Urtikaria-Tagebuches zu beginnen, um evtl. einen Zusammenhang der Beschwerden mit den Gegebenheiten aufzuspüren.
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Das Verschwinden der Beschwerden nach einer besonders allergenarmen Kartoffel-Reis-Diät über 3 - 5 Tage kann der Zusammenhang mit Nahrungsmitteln nachgewiesen werden. Mit einer Auslassdiät wird langfristig die Verträglichkeit jedes einzelnen Nahrungsmittels geprüft.
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Eine physikalische Form der Urtikaria lässt sich mit einem aufgelegtem Gewicht, Eiswürfeln oder heißen Tüchern provozieren. Weiterhin können Blut-, Urin- oder Stuhluntersuchungen helfen, die Ursachen einer Nesselsucht zu bestimmen.
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Therapie:
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Die wichtigste Maßnahme ist, bekannte Auslöser der Urtikaria zu meiden. Ist der Juckreiz unerträglich, kann man ihn meist durch Kühlen lindern, allerdings nicht im Falle einer Kälteurtikaria. Hilfreich ist es auch, scharf gewürzte Speisen sowie Alkohol und Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen und Diclofenac zu meiden.
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Das Erlernen von Entspannungstechniken zur Stressreduktion sowie die Sanierung des Darmmilieus können ebenso helfen wie das angezeigte homöopathische Einzelarzneimittel.
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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