Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln

- Vitamine -

Jeder möchte gesund und schön sein - die Werbung gaukelt uns vor, dies mit der Einnahme von verschiedensten Vitamin- und Mineralstoffpräparaten erreichen zu können. Sicherlich ist deren Einnahme bei Mangelzuständen ausgesprochen wichtig. Leider ist die Tendenz aufgrund der vielen Werbemaßnahmen eher „viel hilft viel”. Doch „zuviel” kann in diesem Zusammenhang leider auch schaden:

Vitamin A / Beta-Carotin:
Der Körper speichert Vitamin A sogar, wenn alle Bedürfnisse gedeckt sind, so dass Vitamin A sich in der Leber anreichern kann. Aus diesem Grunde enthalten die meisten Nahrungsergänzungsmittel Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Beta-Carotin wird nur solange zu Vitamin A umgewandelt, bis die Bedürfnisse des Körpers gedeckt sind. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders empfindlich für zu hohe Mengen Vitamin A - deshalb sollten Schwangere eine übermäßige Zufuhr von Vitamin A (z.B. in frischer Leber!) meiden.
Anzeichen einer Überdosierung von Vitamin A können Haarausfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen und Durchfall sein sowie Knochenschmerzen und geschwollene Gelenke.

Vitamin D:
Vitamin D kann der Körper bei Tageslicht selbst herstellen und muss bei einem gesunden Menschen nicht zugeführt werden. Vitamin D ist fettlöslich und reichert sich in der Leber an.
Eine zu hohe oder regelmäßige Einnahme von Vitamin D fördert die unnatürliche Kalziumablagerung in Nieren (Nierensteine) und Arterien (Arteriosklerose), in Gehirnzellen und Gelenken (Arthrose).

Vitamin E:
Vitamin E ist ebenfalls ein fettlösliches Vitamin. Bei Überdosierung hat es eine leicht blutverdünnende Wirkung.

Vitamine der B-Gruppe:
Der Körper hat nur eine geringe Speicherkapazität für Vitamine der B-Gruppe, so dass eine tägliche Zufuhr nötig ist. Überdosierung von Vitamin B1 kann zu Schwindel führen. Die Einnahme von hohen Vitamin-B6-Dosen kann neurologische Störungen hervorrufen wie Gefühllosigkeit in Fingern und Zehen. Hohe Dosen an Nikotinsäure (nicht aber Niacinamid) können eine Reihe von Nebenwirkungen auslösen wie z.B. Erweiterung der Kapillargefäße (was Kribbeln und Rötung der Haut verursacht), Senkung des Blutdrucks, Funktionsstörungen der Leber usw.

Vitamin C:
Hohe Dosen von Vitamin C können Übelkeit, Blähungen und Durchfall hervorrufen. Hohe Dosen an Vitamin C stehen außerdem im Verdacht, die Entstehung von Nierensteinen fördern zu können.

Menschen haben unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse, die durch die Ernährung, Gewohnheiten, Lebensstil, Alter und vieles mehr beeinflusst werden. Aus diesem Grunde gibt es nur „empfohlene Richtwerte”. Sicherlich kann eine gelegentliche Einnahme von gezielt ausgewählten Vitaminen sinnvoll sein - von einer Dauereinnahme derartiger Präparate ist jedoch abzuraten. Die Deckung des Bedarfs durch viel frisches Obst und Gemüse ist der weitaus sinnvollere und bessere Weg.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.