Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Was ist ein trockenes Auge?

Definition:
Die v.a. in den Haupttränendrüsen gebildete Tränenflüssigkeit überzieht die Augenoberfläche mit einer sehr dünnen Flüssigkeitsschicht, der die Hornhaut vor dem Austrocknen schützt und mit Nährstoffen versorgt. Fett- und Schleimanteile ermöglichen eine gleichmäßige Benetzung der Hornhaut. Enzyme in der Tränenflüssigkeit schützen das Auge vor Infektionen. Nur bei optimalem Verhältnis der einzelnen Bestandteile der Tränenflüssigkeit ist gutes Sehen möglich.

Bei einem trockenen Auge benetzt die Tränenflüssigkeit die Augenoberfläche nur unvollständig. Da die Augenlider nicht mehr reibungslos über die Augenoberfläche gleiten, kann es zu Schäden der Hornhaut kommen.

Ursache:
Folgende Ursachen können zum Reißen des Tränenfilms und zum Austrocknen der Augenoberfläche führen:
Geringe Tränenproduktion, z.B. angeboren oder im Laufe der Zeit erworben
geschädigte Tränendrüsen, z.B. durch Entzündungen, Chemikalien, Strahlen, innere Erkrankungen usw.
Entzündungen der Augenlider
Vorschnelles Verdunsten des Tränenfilms, z.B. durch zu seltenen Lidschlag im Alter oder bei der Arbeit am Bildschirm, Allergien, veränderte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit durch Hauterkrankungen wie Schuppenflechte usw.
Lidstörungen, z.B. verursacht durch eine Gesichtslähmung, Schlaganfall, angeborene Lidfehlbildung oder fehlender Lidschluss nachts
Umwelteinflüsse wie z.B. trockene Luft, Zugluft, Zigarettenrauch, intensives UV-Licht
gestörter Hormonhaushalt, z.B. in den Wechseljahren
bestimmte Medikamente (Betablocker, Anti-Baby-Pille, Antidepressiva, Antihistaminika, Aknemittel, Augentropfen mit Konservierungsmitteln)

Häufigkeit:
In Deutschland leiden ca. zwölf Millionen Menschen am trockenen Auge. Frauen sind in der Regel etwas häufiger betroffen als Männer.

Symptome:
Augenbrennen, Fremdkörpergefühl im Auge, Juckreiz sowie Lichtempfindlichkeit sind typische Beschwerden beim trockenen Auge. Häufig haben die Betroffenen ein wundes Gefühl bei jedem Lidschlag sowie gerötete Augen.

Tipps zur Behandlung:
falls möglich, die Ursache des trockenen Auges beheben bzw. die Auslöser meiden
trockene Raumluft meiden (optimale Luftfeuchtigkeit von etwa 60 Prozent kann im Winter durch Befeuchten der Räume oder durch viele Grünpflanzen erreicht werden)
Zugluft meiden
reichlich trinken
Staub und Rauch vermeiden
Brillengläser regelmäßig der Sehstärke anpassen
Brille den Kontaktlinsen vorziehen
regelmäßig blinzeln bei der Arbeit am Computer, um die Augen zu befeuchten
Tränenersatzmittel ohne Konservierungsmittel bevorzugen
Lidkanten regelmäßig reinigen
Entzündungen des Lidrandes vermeiden, d.h. möglichst auf Kosmetika verzichten


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.