Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Das Sjögren-Syndrom – eine entzündlich rheumatische Erkrankung

Definition:
Beim Sjögren-Syndrom handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die durch einen langsam fortschreitenden, funktionsbeeinträchtigenden Umbau der schleimproduzierenden Drüsen, insbesondere der Tränendrüsen und der Speicheldrüsen gekennzeichnet ist. Infolge dessen leiden die Betroffenen an unangenehm trockenen Schleimhäuten, Augenbrennen, verminderter Schweißbildung und verminderter Talgabsonderung der Haut. Das Sjögren-Syndrom kann mit anderen Autoimmunerkrankungen (z.B. Lupus erythematodes, Sklerodermie, rheumatoider Arthritis) zusammen vorkommen.

Symptome:
Häufig trockene, tränende, gerötete, brennende oder juckende Augen (Sandkorngefühl)
chronische Bindehautentzündungen
Lichtempfindlichkeit
Mundtrockenheit
Schwellungen der Speicheldrüsen
trockener Husten
Trockenheit im Genitalbereich
trockene Haut
Müdigkeit
Gelenkschmerzen
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Medikamentenunverträglichkeiten
Konzentrationsschwierigkeiten
Kopfschmerzen

Ursache:
Das Sjögren-Syndrom beschreibt eine Autoimmunerkrankung mit Entzündung der Tränen- und Speicheldrüsen sowie der Drüsen der Schleimhäute. Das körpereigene Immunsystem greift Strukturen in diesen Geweben an und führt zu deren Entzündung, wodurch diese Gewebe geschädigt werden und die Drüsen weniger Sekret bilden können.

Diagnose:
Die Erkrankung beginnt vermutlich bereits im jungen Erwachsenenalter, wird aber in den meisten Fällen erst sehr spät diagnostiziert. In 90  % der Fälle sind Frauen betroffen. Aufgrund der geschilderten Symptome wird im Blut nach speziellen Autoantikörpern gesucht, deren Anwesenheit auf das Sjögren-Syndrom hinweisen. Des Weiteren kann die mikroskopische Untersuchung von Mundschleimhaut oder auch eine Röntgenaufnahme nach Gabe eines Kontrastmittels den Verdacht bestätigen.

Behandlung:
Am wichtigsten ist die richtige Pflege der Schleimhäute:
Tagsüber Augentropfen zur Linderung der Trockenheit („künstliche Tränen”), abends eine Augensalbe verwenden
Zähneputzen nach jeder Mahlzeit, da aufgrund der geringen Speichelproduktion vermehrt Zahnfleischentzündungen und Zahnsteinbildung auftreten können
Öfters zuckerfreien Kaugummi kauen zur Anregung der Speichelsekretion
Viel Flüssigkeit trinken (mind. 2 Liter tgl., bei Mundtrockenheit öfters in kleinen Schlucken)
Pflege des Genitalbereiches mit entsprechenden Gels oder Cremes
gesunde Ernährungsweise mit genügender Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen (besonders Vitamin-B-Komplex, Eisen)
auf Kaffee und schwarzen oder grünen Tee verzichten
ausreichende Befeuchtung der Zimmerluft, besonders während der Heizperiode
evtl. Verwendung von befeuchtenden Nasensprays
wichtig: Stress vermeiden (im Fall von akuten Schüben kann eine schulmedinische Behandlung mit Cortison oder Immunsuppressiva nicht zu umgehen sein


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.