Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
-   k l a s s i s c h e   H o m ö o p a t h i e   -

Der „schnellende Finger”
– eine Sehnenscheideneinengung

Definition:
Eine Einengung der Sehnenscheide (Tendovaginitis stenosans) kann an jeder Sehne auftreten. Oftmals tritt sie an der Hand auf, wenn diese über längere Zeit wiederholt stark belastet wurde. Meist kommt es bei dem Versuch, einen Finger zu strecken, zu einem plötzlichen „Rucken” des Fingers. Nach einem anfänglichen Festhaken springt der Finger dann ähnlich wie ein Klappmesser in die Streckposition. Dieses Symptom ist besonders morgens oder nach längerer Ruhe der Hand vorhanden.

Ursache:
An der Beugeseite der Finger verlaufen die Beugesehnen durch mehrere Ringbänder. Diese führen die Sehnen und verhindern, dass sie sich bei der Fingerbeugung wie die Sehne eines Bogens vom Fingerknochen entfernen. Überlastung oder Entzündungen führen manchmal dazu, dass die Ringbänder anschwellen und gleichzeitig Auftreibungen von Beugesehnen und Sehnengleitgewebe entstehen.
Beim schnellenden Finger handelt es sich um eine Blockierung in einem Fingergrundgelenk aufgrund einer knötchenartigen Verdickung der Beugesehne und des darüber verlaufenden Ringbands, die das Gleiten der Sehne behindert und die sich nur durch stärkere Anstrengung überwinden lässt. Die Sehne rutscht plötzlich durch das Ringband, der Finger schnellt oder schnappt ruckartig in die Beugestellung. Dasselbe geschieht auf dem Rückweg bei der Streckung des Fingers.

Diagnose:
Der Befund ist meist anhand der Symptome, der Beschreibung des Patienten und der körperlichen Untersuchung leicht zu erheben. Auch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall können zur Abgrenzung zu Rheuma erforderlich sein.

Symptome:
Druck- und Bewegungsschmerz, oft auch ein tastbarer Knoten auf der Beugeseite des zugehörigen Fingergrundgelenks
Beuge- und Streckhemmung eines Fingers, der sich ab einer bestimmten Stellung nur mühsam und dann mit plötzlichem Schnellen oder Schnappen weiterbewegen lässt
Beschwerden v.a. nach längerer Ruhe

Durch die Schwellung in der Sehnenscheide kommt es zu einer Verminderung der Gleitfähigkeit beziehungsweise zu einem Reiben, was nicht selten als knirschendes Geräusch wahrgenommen werden kann und eine langsame Entzündung bedingt. Die Schmerzen verstärken sich langfristig und sind bei schweren Befunden auch ohne Belastung vorhanden.

Behandlungstipps:
Vermeiden von Tätigkeiten, die den betroffenen Finger belasten
Dauerhafte Schonung des Fingers durch Umorganisation der belastenden Tätigkeiten
Entzündungshemmende Salben auf Pflanzenbasis
Regelmäßig leichte Bewegungsübungen in lauwarmem Wasserbad, ca. 5 x 5 Minuten täglich
Einnahme des nach klassischen Methoden ausgewählten homöopathischen Einzelarzneimittels
Gipsverband zur Ruhigstellung der Hand, damit die Sehnenscheide sich erholen kann

Bleiben die o.g. Maßnahmen ohne Erfolg, ist eine Operation erforderlich. Hierbei wird ein bestimmtes Ringband gespalten, so dass der knotenartig verdickte Sehnenteil wieder ungehindert gleiten kann.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.