Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Schnarchen – eine „Volkskrankheit”

Definition:
Während des Schlafens entspannt sich der Körper. Im Normalfall ist die Muskelspannung auch während des Schlafes groß genug, damit die Zunge und das Gaumenzäpfchen nicht völlig erschlaffen und somit eine ungehinderte, leise Atmung durch den Mund möglich ist. Beim Schnarchen ist die Rachenmuskulatur erschlafft und die oberen Luftwege sind verengt, so dass der weiche Gaumen, das Zäpfchen und die Zunge ins Flattern geraten. Diese Vibration ruft das Schnarchgeräusch hervor.

Häufigkeit:
Mit zunehmendem Alter schnarchen durchschnittlich jeder zweite Mann und jede vierte Frau. Ab dem 50. Lebensjahr schnarchen Frauen fast so häufig wie Männer.

Ursache:
Beim Schnarchen fließt die Luft aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr ungehindert durch den Rachenraum, weil irgendwo eine "Engstelle" ist. Dort kommt es dann zu Vibrationen. Mögliche anatomische Gründe können sein: eine verkrümmte Nasenscheidewand, vergrößerte Mandeln, Nasenpolypen, ein zu großes Gaumensegel, sehr große Zunge oder eine Fehlstellung des Kiefers.
Auch Schlafen in Rückenlage begünstigt das Schnarchen, denn dabei hat der Unterkiefer keine Stütze mehr und die Zunge fällt aufgrund der Schwerkraft etwas nach hinten und verengt den Rachen.
Bereits geringe Mengen Alkohol vor dem Schlafengehen oder Medikamente wie Beruhigungsmittel führen zur Erschlaffung der Muskeln im Rachen und führen so zu einer Verengung der Atemwege. Übergewicht (Fetteinlagerungen im Bereich der Atemwege) sowie Schwellungen der Schleimhäute aufgrund von Erkältung oder Heuschnupfen können ebenfalls das Schnarchen begünstigen.

Diagnose:
Leises, gleichmäßiges Schnarchen gefährdet die Gesundheit kaum. Beim normalen Schnarchen ist der Rachen zwar beengt, aber der Luftstrom bleibt erhalten.
Intensives, lautes, röchelndes Schnarchen, das sich unregelmäßig und eventuell sogar mit Atemaussetzern zeigt, kann den Schlaf stören. Diese Atemaussetzer (Schlafapnoe) führen zu Sauerstoffmangel und stellen ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall dar. Die etwa 10 % der Schnarcher, die eine Atempause während des Schnarchens machen, sollten deshalb zum Arzt gehen, um eine ernsthafte Schlaferkrankung wie Apnoe auszuschließen. Hierfür kommen mobile Geräte zur Schlafüberwachung zum Einsatz. Auch ein kurzer Aufenthalt in einem Schlaflabor kann erforderlich sein.

Tipps:
Das Schnarchrisiko lässt sich durch verschiedene allgemeine Maßnahmen senken - wenn keine anatomischen Ursachen vorliegen:
Übergewicht reduzieren, da Fettgewebe im Rachenraum die Atemwege verengen kann
Abendlichen Alkoholkonsum meiden, er lässt die Muskeln erschlaffen
Schlafposition möglichst in Seitenlage
Beruhigungs- oder Schlafmittel meiden, sie setzen den Muskeltonus herab
Protrusionsschiene, die den Unterkiefer während des Schlafens in die optimale Position bringt


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.