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Bei einer Schilddrüsenunterfunktion bildet die Schilddrüse zu wenig oder keine Schilddrüsenhormone (Trijodthyronin und Tetraiodthyroxin), d.h. die Körperzellen werden nicht ausreichend mit Schilddrüsenhormonen versorgt.
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Übergeordnete Zentren im Gehirn (Hypothalamus und Hirnanhangdrüse) steuern über Rückkopplung die Produktion der Schilddrüsenhormone.
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Häufigkeit:
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Etwa 2 Prozent der Frauen und 0,1 Prozent der Männer entwickeln eine Unterfunktion der Schilddrüse, die meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr entdeckt wird.
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Ursache:
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Eine Schilddrüsenunterfunktion entsteht häufig als Folge einer Infektion bzw. Schilddrüsenentzündung.
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Primäre Schilddrüsenunterfunktion (häufigste Form):
Die Schilddrüse produziert zu wenig Schilddrüsenhormon aufgrund von Mangel an verwertbarem Jod oder aufgrund zu wenig arbeitsfähigem Schilddrüsengewebe. Oft ist die Ursache hierfür eine Autoimmunerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis), während deren Verlauf der Körper das eigene Schilddrüsengewebe zerstört. Eine weitere Ursache kann die Folge einer behandelten Schilddrüsenüberfunktion sein.
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Sekundäre Schilddrüsenunterfunktion:
Die Schilddrüse wird nicht genügend angeregt durch die übergeordnete Hirnanhangdrüse, d. h. es wird zuwenig des Hormons TSH ausgeschüttet, was dazu führt, dass die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormon produziert.
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Tertiäre Schilddrüsenunterfunktion:
Der Hypothalamus im Gehirn bildet zu wenig des Hormons TRH, das bedeutet dass die Hirnanhangdrüse nicht ausreichend angeregt wird.
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Mögliche Symptome:
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ständiges Frieren, Kälteempfindlichkeit und Unvermögen zu schwitzen
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allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
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Leistungs-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
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Gewichtszunahme
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Flüssigkeitseinlagerungen an Augenlidern und Gesicht
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rheumatische Beschwerden
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trockene, raue, schuppende, gelbliche und kühle Haut sowie Haarausfall
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Arteriosklerose aufgrund gesteigerter Blutfette
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Herzvergrößerung, Herzinsuffizienz bzw. Verlangsamung des Herzschlags oder niedriger Blutdruck
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Verstopfung bzw. verringerter Appetit
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lang anhaltende und starke Menstruationsblutungen
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Diagnose:
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Eine Schilddrüsenunterfunktion wird durch eine Hormonspiegelbestimmung diagnostiziert.
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Vorbeugung und Behandlung:
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Auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Selen, Eisen, Jod, Vitamin A, und B-Vitaminen ist zu achten. Menschen mit einer trägen Schilddrüse sollten Kohl, Sojabohnen, Pinienkerne, Erdnüsse und Hirse nur im gekochten Zustand sowie in Maßen essen.
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Die klassisch homöopathische Behandlung kann bei Gabe des angezeigten homöopathischen Einzelmittels die gestörte Funktion der Schilddrüse durch Feinregulation der Stoffwechselvorgänge wieder normalisieren. Bei deutlicher Unterfunktion muss dies anfangs jedoch zusätzlich zur Hormonbehandlung erfolgen und der Hormonspiegel gelegentlich überprüft werden.
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Auch Wechselgüsse und ansteigende Teilbäder können angewandt werden zur Anregung der Schilddrüsentätigkeit.
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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