Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Rosazea – die Gesichtshaut entzündet sich

Definition:
Bei Rosazea handelt es sich um eine entzündliche Hautveränderung meist im mittleren Gesichtsdrittel (Nase, Wangen, Kinn, Stirn), die häufig chronisch verläuft. Erste Symptome wie länger bestehende und wiederkehrende Rötungen können vor dem 20. Lebensjahr erscheinen.

Häufigkeit:
Rosazea ist keine moderne Zivilisationskrankheit. Sie tritt relativ häufig, v.a. bei Erwachsenen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Ursache:
Folgende Faktoren kommen als Ursache einer Rosazea in Frage:
gestörte Regulation der Blutgefäßversorgung zwischen Gehirn und Gesichtshaut, ausgelöst durch hautreizende bzw. gefäßerweiternde Faktoren wie Sonne, scharfe Gewürze, Alkohol, Temperaturwechsel, Kälte, Hitze, Anstrengung, Aufregung
Magensaftstörung
Lebererkrankungen
Besiedelung des Magen-Darm-Trakts mit dem Bakterium Helicobacter Pylori
Häufige lange und starke Sonneneinstrahlung
Hautmilben
Stress bzw. Konfliktsituationen

Symptome:
Die Erscheinungsformen einer Rosazea können sehr vielfältig sein und von ersten, anhaltenden leichten Rötungen im Wangenbereich über erweiterte Äderchen bis zum Bild ähnlich einer schweren Akne (keine Mitesser!) mit entzündlichen Hautknötchen und Pusteln im ganzen Gesicht reichen.
Bei etwa der Hälfte der Rosazea-Patienten sind auch die Augen betroffen mit folgenden möglichen Symptomen:
dauerhafte Rötung der Augen
Fremdkörpergefühl
Brennen
Trockenheit der Augen
Lichtüberempfindlichkeit
Lidrand- und Bindehautentzündung
Hornhautentzündung

Behandlungstipps:
Bekannte individuelle Auslöser der Rosazea meiden
Alkoholische Tinkturen, stark reizende Seifen oder Syndets meiden. Besser den Bereich der Augen mit lauwarmem Wasser und sanfter Reinigungslotion säubern und mit einem weichen, sauberen Baumwolltuch trocknen
Bei Trockenheit der Augen Augentropfen ohne Konservierungsstoffe verwenden
Verwendung warmer (nicht heißer!) Umschläge und sanfte Augenlidmassage
Lymphdrainage nach Sobey zur Behandlung von Gesichtsödemen (zweimal täglich mit kreisenden Bewegungen Nase, Wangen und Stirn massieren)
Starke Lichtschutzmittel mit UV-B Lichtschutzfaktor 15 oder mehr in Kombination mit einem UV-A-Filter zum Schutz vor Sonneneinstrahlung verwenden, da die Haut von Rosazea-Patienten sehr empfindlich auf Sonneneinstrahlung reagiert
Tragen von UV-Sonnenbrillen im Freien zum Schutz vor UV-Strahlung, Wind und Staub
Vor allem im Winter überheizte und schlecht durchlüftete Innenräume meiden
In schweren Fällen evtl. schwefelhaltige Pasten über Nacht anwenden
Linderung der Beschwerden durch Einnahme des individuell angezeigten homöopathischen Einzelarzneimittels

Wichtig ist es, das Selbstwertgefühl nicht von Hautsymptomen abhängig zu machen. Gespräche mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen können helfen, mit der Situation besser umgehen zu können.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.