Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Reiseübelkeit – die Kinetose

Definition:
Die Reiseübelkeit kann während ungewohnter Bewegungen und Beschleunigungen in verschiedenen Verkehrsmitteln, auch in Karussellen und in Fahrstühlen, auftreten. Man nennt dies auch Kinetose oder Bewegungsschwindel.

Häufigkeit:
Jedem zehnten Europäer wird übel auf längeren Auto-, Bus- oder Schiffsfahrten. Am häufigsten tritt die Reisekrankheit im Alter von zwei bis zwölf Jahren und bei ängstlichen Menschen auf. In etwa 90 Prozent der Fälle verschwinden die Symptome spätestens nach zwei bis drei Tagen.

Ursache:
Ausgelöst wird die Kinetose durch widersprüchliche Meldungen von Augen und Gleichgewichtssinn an das Gehirn, welches als Folge Brechreiz auslöst. Dies ist beispielsweise bei kurvenreiches Autofahren, Turbulenzen im Flugzeug oder durch Wellengang auf Schiffen der Fall. Die Kinetose ist somit keine tatsächliche Krankheit, sondern eine natürliche Reaktion auf ungewöhnliche Einflüsse.

Symptome bei Reiseübelkeit:
• Desinteresse, Lethargie
• Schwindel bis Koordinationsstörungen, evtl. mit fahler Blässe
• Kopfschmerzen
• empfindlich auf unangenehme Gerüche
• zwanghaftes Gähnen und Schlucken mit ausgeprägter Müdigkeit
• Appetitlosigkeit bis Ekelgefühl gegenüber jeglichen Nahrungsmitteln
• Flaues Gefühl im Magen, Sodbrennen mit extremem Unwohlsein und Erbrechen
• kalter Schweißausbruch
• starkes Herzklopfen
• Hyperventilation
• Subjektiv schweres Krankheitsgefühl bis zum Kreislaufkollaps, manchmal mit dem Gefühl, am liebsten sterben zu wollen

TIPPS:
• bereits am Tag vor Reiseantritt auf Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee, Milchprodukte, Fruchtsäfte, scharfe und fetthaltige Speisen sowie Nikotin verzichten
• vor Reisebeginn maßvoll etwas Leichtes essen, z.B. fettarme Kekse bzw. Zwieback und Obst.
• Während der Fahrt Kaugummi oder Gummibärchen kauen
• starke Gerüche meiden
• Bei Übelkeit kleine Scheibchen einer rohen Ingwerwurzel kauen oder Ingwersaft trinken. Für Ingwertee 0,5 g bis 4 g Ingwer in kleinen Stücken in Ό Liter Wasser kochen und einige Minuten ziehen lassen, dann als Tee genießen.
• viel trinken, denn häufiges Erbrechen trocknet aus
• Mit Kindern bevorzugt nachts reisen, ansonsten die Fahrt ausgeschlafen und ohne Hektik antreten
• bequeme Kleidung tragen
• Hitze und Sonne meiden
• Regelmäßige Pausen einlegen und an frischer Luft bewegen
• während der Fahrt nicht lesen
• Immer in Fahrtrichtung schauen und dabei einen Punkt am Horizont fixieren
• Gespräche über Reisekrankheit und Lärm meiden
• Kopf aufrecht halten, nicht bücken
• den „ruhigsten” Platz wählen (im Flugzeug über den Tragflächen, im Schiff in der Mitte an Deck, im Zug in Fahrtrichtung sitzen und im Bus vorne beim Busfahrer bzw. im Auto auf dem Beifahrersitz. Oder noch besser, selber fahren…
• Homöopathische Reiseapotheke nicht vergessen (die Mittel dürfen keinen Röntgenstrahlen ausgesetzt werden!)


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.