Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Polyneuropathie – eine Nervenerkrankung

Definition:
Unter Polyneuropathie versteht man eine Erkrankung der Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Diese Nerven sind z.B. für Empfindungen wie Schmerz, Kälte, Wärme und Berührungen zuständig, aber sie steuern auch die Bewegung von Muskeln und regulieren die Funktion von Organen oder die Blutgefäßweite.

Häufigkeit und Ursachen:
Insgesamt leiden ca. 50 von 100.000 Europäern an Polyneuropathie, die unter anderem verursacht sein kann durch:
Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes), wobei Blutgefäße, die Nerven versorgen, geschädigt werden bzw. die Nerven selbst durch überreichlichen Blutzucker
Alkoholmissbrauch, wobei Alkohol toxisch auf Nervenfasern wirkt und meist gleichzeitig einen Vitaminmangel hervorruft, der die Nervenschädigung noch verstärkt
Infektionskrankheiten mit Entzündung der Nerven
Autoimmunreaktionen
Vitamin B12-Mangel oder Vitamin-E-Mangel im Rahmen einer Unter- oder Fehlernährung
Nervenschädigende Substanzen aus dem Stoffwechsel, die aufgrund schwerer Nierenschäden nicht mehr ausgeschieden werden können
Medikamente wie z.B. Zellgifte aus der Krebstherapie oder einige Antidepressiva
Schadstoffe wie Umweltgifte oder Schwermetalle, Lacke, Lösungsmittel, Klebemittel
Bösartige Tumore
vererbbare Erkrankungen

Symptome:
Die Symptome einer Polyneuropathie werden durch die Schädigungen von Nervenfasern hervorgerufen. Meist entwickeln sich die Beschwerden langsam zunehmend und werden als „strumpfartig” oder „handschuhartig” beschrieben:
Empfindungsstörungen, meist Kribbeln in den Füßen (Ameisenlaufen) oder Brennen der Fußsohlen
starkes Schmerzempfinden durch bereits leichte Berührungen
Taubheitsgefühle v.a. an den Füßen, mit Temperaturunempfindlichkeit
Schmerzunempfindlichkeit im fortgeschrittenen Stadium
Hautveränderungen (glatt und hart), wobei kleine Verletzungen sich zu Geschwüren entwickeln können
Beeinträchtigung von Organfunktionen, z.B. Blasenentleerungsstörungen bei Diabetikern
Muskellähmungen aufgrund der beeinträchtigten Nervenversorgung, z.B. mit Gangunsicherheit

Diagnose:
Aufgrund von Krankengeschichte und neurologischen Untersuchungen wie z.B. Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit, kann man herausfinden, wie sehr ein Nerv geschädigt ist. Auch eine Messung der Muskelaktivität sowie Bluttests werden durchgeführt.

Behandlung:
Je nach ursächlicher Grunderkrankung kann man empfehlen:
bei Diabetes den Blutzucker optimal einstellen
Alkohol und Zellgifte meiden
Vitaminmangel durch geeignete Ernährung ausgleichen
Durchblutung der betroffenen Gliedmaßen verbessern, deshalb mit dem Rauchen aufhören
Bewegungstherapie zur Kräftigung der Muskulatur
Infektionen behandeln
Aufmerksame Pflege der Haut, v.a. auf Verletzungen und Druckstellen im Fußbereich achten
bequemes Schuhwerk zur Vermeidung von unbemerkte Druckstellen, die sich zu Geschwüren entwickeln können
Entspannungstechniken erleichtern den Umgang mit der Krankheit
Klassische Homöopathie kann zusammen mit den o.g. Maßnahmen den Verlauf verlangsamen oder gar positiv beeinflussen


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.