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Definition:
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Unter Polyneuropathie versteht man eine Erkrankung der Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Diese Nerven sind z.B. für Empfindungen wie Schmerz, Kälte, Wärme und Berührungen zuständig, aber sie steuern auch die Bewegung von Muskeln und regulieren die Funktion von Organen oder die Blutgefäßweite.
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Häufigkeit und Ursachen:
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Insgesamt leiden ca. 50 von 100.000 Europäern an Polyneuropathie, die unter anderem verursacht sein kann durch:
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Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes), wobei Blutgefäße, die Nerven versorgen, geschädigt werden bzw. die Nerven selbst durch überreichlichen Blutzucker
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Alkoholmissbrauch, wobei Alkohol toxisch auf Nervenfasern wirkt und meist gleichzeitig einen Vitaminmangel hervorruft, der die Nervenschädigung noch verstärkt
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Infektionskrankheiten mit Entzündung der Nerven
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Autoimmunreaktionen
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Vitamin B12-Mangel oder Vitamin-E-Mangel im Rahmen einer Unter- oder Fehlernährung
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Nervenschädigende Substanzen aus dem Stoffwechsel, die aufgrund schwerer Nierenschäden nicht mehr ausgeschieden werden können
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Medikamente wie z.B. Zellgifte aus der Krebstherapie oder einige Antidepressiva
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Schadstoffe wie Umweltgifte oder Schwermetalle, Lacke, Lösungsmittel, Klebemittel
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Bösartige Tumore
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vererbbare Erkrankungen
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Symptome:
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Die Symptome einer Polyneuropathie werden durch die Schädigungen von Nervenfasern hervorgerufen. Meist entwickeln sich die Beschwerden langsam zunehmend und werden als „strumpfartig” oder „handschuhartig” beschrieben:
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Empfindungsstörungen, meist Kribbeln in den Füßen (Ameisenlaufen) oder Brennen der Fußsohlen
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starkes Schmerzempfinden durch bereits leichte Berührungen
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Taubheitsgefühle v.a. an den Füßen, mit Temperaturunempfindlichkeit
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Schmerzunempfindlichkeit im fortgeschrittenen Stadium
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Hautveränderungen (glatt und hart), wobei kleine Verletzungen sich zu Geschwüren entwickeln können
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Beeinträchtigung von Organfunktionen, z.B. Blasenentleerungsstörungen bei Diabetikern
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Muskellähmungen aufgrund der beeinträchtigten Nervenversorgung, z.B. mit Gangunsicherheit
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Diagnose:
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Aufgrund von Krankengeschichte und neurologischen Untersuchungen wie z.B. Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit, kann man herausfinden, wie sehr ein Nerv geschädigt ist. Auch eine Messung der Muskelaktivität sowie Bluttests werden durchgeführt.
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Behandlung:
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Je nach ursächlicher Grunderkrankung kann man empfehlen:
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bei Diabetes den Blutzucker optimal einstellen
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Alkohol und Zellgifte meiden
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Vitaminmangel durch geeignete Ernährung ausgleichen
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Durchblutung der betroffenen Gliedmaßen verbessern, deshalb mit dem Rauchen aufhören
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Bewegungstherapie zur Kräftigung der Muskulatur
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Infektionen behandeln
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Aufmerksame Pflege der Haut, v.a. auf Verletzungen und Druckstellen im Fußbereich achten
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bequemes Schuhwerk zur Vermeidung von unbemerkte Druckstellen, die sich zu Geschwüren entwickeln können
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Entspannungstechniken erleichtern den Umgang mit der Krankheit
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Klassische Homöopathie kann zusammen mit den o.g. Maßnahmen den Verlauf verlangsamen oder gar positiv beeinflussen
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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