Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Pemphigus vulgaris
– eine Autoimmunerkrankung der Haut

Unsere Haut ist Kontaktfläche des Körpers zur Außenwelt und steht in ständiger Wechselwirkung mit dem gesamten Organismus. Sie ist das größte und vielseitigste Organ des Menschen: Sie schützt vor mechanischen, physikalisch-chemischen und thermischen Einflüssen, wehrt Mikroorganismen ab und sorgt für die Wärmeregulation. Die Haut ist ein Speicherorgan für Fette, Kohlehydrate, Wasser und Salze. Darüber hinaus sondert sie Stoffwechselprodukte ab und setzt selber verschiedene Stoffe um. Sie ist als Sinnesorgan mit Rezeptoren für Wärme-, Schmerz- und Tastreize ausgestattet. Wird die Haut großflächig zerstört, z. B. bei Brandverletzungen oder auch durch eine Erkrankung wie Pemphigus vulgaris, kann das lebensgefährliche Folgen für den Menschen haben.

Bei Pemphigus vulgaris handelt es sich um eine Gruppe von autoimmun bedingten Hauterkrankungen, bei denen Abwehrstoffe gegen körpereigenes Gewebe gebildet werden. Hierdurch wird die Verbindung zwischen zwei Schichten der Oberhaut zerstört und es bilden sich in der Haut ähnlich wie bei Verbrennungen große Blasen. Durch eine Entzündungsreaktion lösen sich die oberen Hautschichten ab und sterben ab. Es entstehen großflächige offene Stellen an Haut und Schleimhäuten, die nur schlecht abheilen und sich leicht infizieren.

Häufigkeit:
Die Erkrankung ist insgesamt selten und betrifft überwiegend Menschen im mittleren und höheren Lebensalter. Eine geschlechtsspezifische Häufung ist nicht bekannt. Im vorderen Orient ist die Erkrankung häufiger als in Mitteleuropa, d.h. eine genetische Komponente dieser Erkrankung wird vermutet.

Diagnose:
Erste Hinweis auf einen Pemphigus vulgaris ist meist eine Zerstörung im Bereich der Mundschleimhaut. Zur Diagnostik werden die Antikörper im Blut und in der Haut nachgewiesen. Das Reiben der Haut führt zur Blasenbildung.

Symptome:
Es zeigen sich wasserklare, schlaffe Blasen auf vorher unveränderter Haut oder auf den Schleimhäuten, v.a. in der Mundhöhle. Die Blasen platzen rasch, sodass nässende Hautstellen entstehen, auf denen sich dann nach dem Eintrocknen Krusten bilden. Die Abheilung erfolgt meist ohne Narben. Es besteht wenig Juckreiz. Die Veränderungen in der Mundhöhle können jedoch zu starken Schmerzen beim Essen führen, daher magern die Kranken oft sehr ab.
Die Hautzerstörungen sind nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch besonders anfällig für Infektionen, in erster Linie mit Bakterien. Diese können unter Umständen auf den gesamten Organismus übergreifen.

Behandlung:
Pemphigus vulgaris kann man nicht wirklich heilen, allerdings kann die schulmedizinische Therapie durch Unterdrückung des Immunsystems die Blasenbildung verhindern. Wichtig ist es, die Nebenwirkungen der schulmedizinischen Medikamente so gering wie möglich zu halten. Hierbei können durchaus auch alternative Methoden wie z.B. die Klassische Homöopathie, zum Einsatz kommen.

Wichtig ist, dass die Patienten sehr schonend mit ihrer empfindlichen Haut umgehen. Um das Entstehen neuer Blasen nicht zu provozieren, empfehlen sich weites Schuhwerk und gut sitzende, nicht einengende Kleidung. Scharfe Nahrungsmittel sollten bei Befall der Mundschleimhaut gemieden werden. Auch Sportarten mit Körperkontakt sollten vermieden werden.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.