Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Nierensteine – eine Wohlstandserkrankung

Häufigkeit:
Ca. 15 Prozent der Männer und 5 bis 10 Prozent der Frauen haben Nierensteine.

Ursachen:
Nierensteine entstehen, wenn bestimmte gelöste Substanzen im Urin in zu hoher Konzentration vorliegen, auskristallisieren und zu Steinen anwachsen.
Die Ursachen für eine Steinbildung sind sehr komplex:
Flüssigkeitsmangel: die Konzentration steinbildender Substanzen, z.B. Kalziumsalze, im Harn steigt
Falsche Ernährung: zuviel Milchprodukte (Kalzium), Spinat, Rhabarber, rote Beete (Oxalsäure), tierisches Eiweiß (Harnsäure)
Mangel an Steinbildungshemmstoffen: z.B. Zitrat, Magnesium, Glykosaminoglykane und Glykoproteine
Bewegungsarmut: Kalzium wird frei aufgrund von Knochenabbau
Verengungen in den ableitenden Harnwegen wie z.B. Vernarbungen
Stoffwechselerkrankungen: z.B. eine Nebenschilddrüsenüberfunktion, angeborene Enzymstörungen oder entzündliche Darmerkrankungen
pH-Wert (Säuregehalt) des Urins

Symptome:
Solange sich die Steine in den Nieren befinden und die harnableitenden Wege nicht verschließen, verursachen sie keine Beschwerden. Sehr schmerzhaft wird es, wenn größere Steine in den Harnleiter gelangen, ihn reizen, leichte Blutungen und eine Entzündung oder eine Nierenkolik mit heftigen, krampfartigen oder stechenden Schmerzen auslösen. Diese beginnen meist plötzlich in der Flanke, treten gleichbleibend oder wellenförmig auf und strahlen entlang dem Harnleiter in den Unterbauch und die Genitalien aus. Die Schmerzen können von Übelkeit und Erbrechen begleitet sein. Die Harnmenge ist verringert und aufgrund der starken Schmerzen kann auch ein Darmverschluss auftreten.
Nierensteine können das Wachstum von Bakterien begünstigen und ggf. eine Infektion der Nieren mit Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden beim Wasserlassen und ausgeprägte Rückenschmerzen (Klopfschmerz) im Bereich der Nieren zur Folge haben. Im schlimmsten Fall kann Nierengewebe zerstört werden, Bakterien können in die Blutbahn übertreten und eine lebensbedrohliche Blutvergiftung auslösen.

Diagnose:
Liegt eine Harnstauung in der Niere vor, zeigt sich bei der körperlichen Untersuchung häufig ein Druckschmerz in der Flankengegend. Eine Urin- bzw. Blutuntersuchung kann wichtige Hinweise geben, ebenso eine Ultraschall- und Röntgenuntersuchung sowie eine CT der ableitenden Harnwege.

Therapie und Vorbeugung:
Mehr als 80 Prozent aller Nierensteine gehen über die Harnausscheidung ab. Hilfreiche Tipps:
Ausreichend Flüssigkeit trinken: Mindestens 2,5 - 3 Liter in Form von Wasser, Früchte- und Kräutertees oder Zitrussäfte über den ganzen Tag verteilt trinken, vor allem bei warmem Wetter
Ernährung: wenig tierisches Eiweiß, viel Vollkornprodukte, Obst und Gemüse (enthalten steinbildungshemmende Substanzen!) - dabei oxalsäurehaltige Gemüse wie Spinat, Mangold, Spargel oder Rhabarber sowie Schokolade, Erdnüsse, Salz und Alkohol meiden
Körperliche Bewegung: kleine Nierensteine können sich erst gar nicht festsetzen
Nierenkolik: Stein ausschwemmen durch viel trinken und Bewegung (z.B. hüpfen), das kann den Abgang erleichtern


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.