Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Der nervöse Magen – die funktionelle Dyspepsie

Die unspezifischen Beschwerden im Oberbauch, die das Wohlbefinden oft deutlich beeinträchtigen, werden häufig auch als „Reizmagen” bezeichnet. Das Beschwerdebild kann bei den einzelnen Betroffenen sehr unterschiedlich sein. Patienten mit einer funktionellen Dyspepsie haben kein erhöhtes Risiko für andere schwerwiegendere Erkrankungen des Magens wie eine Magenschleimhautentzündung oder Magenkrebs.

Symptome:
Schmerzen oder Brennen im Oberbauch
Vorzeitiges Sättigungsgefühl
Aufstoßen, Blähungen, Druck- und Völlegefühl
Konzentrationsschwäche, schnelle Ermüdbarkeit
Appetitlosigkeit bzw. Übelkeit
Verstärktes Schwitzen
Kreislaufstörungen wie z.B. Herzrasen

Ursachen:
Die Ursachen dieser Störung sind bislang nicht ausreichend bekannt, in Erwägung gezogen werden allerdings eine Überempfindlichkeit der Nerven im Bereich des Magens, was eine erhöhte Anfälligkeit für verschiedene Reize zur Folge haben könnte, oder eine gestörte Beweglichkeit des Magens, so dass die Verweilzeit der Nahrung im Magen gestört wäre. Auch ein Aufsteigen von Gallensäuren in den Magen wird diskutiert.
Des weiteren können folgende Lebens- und Nahrungsgewohnheiten eine wichtige Rolle als Auslöser spielen:
reichhaltige Mahlzeiten
ungesundes Essen
Genussmittel wie Alkohol oder Kaffee
übermäßige Zucker- und Fettzufuhr
mangelnde Bewegung
zu wenig Schlaf
Psyche

Diagnose:
Die Diagnose „nervöser Magen” darf erst gestellt werden, wenn alle organischen Erkrankungen ausgeschlossen wurden, die ein ähnliches Beschwerdebild hervorrufen. Zusätzlich müssen die Symptome über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten bestehen.
Einer ausführlichen Befragung des Patienten zu den aktuellen Beschwerden folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, meist mit einer Ultraschalluntersuchung des Oberbauches. Auch kann eine Magenspiegelung Aufschluss geben über das Vorliegen einer Magenschleimhaut-Entzündung oder eines Zwölffingerdarmgeschwürs. In einer gleichzeitig entnommenen Gewebeprobe kann eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori untersucht werden. Bei der Hälfte der Betroffenen lässt sich keine organische Veränderung finden, die den Symptomen entspricht.

Behandlungstipps:
krampflindernde Kräutertees bei starken akuten Schmerzen
scharfe Gewürze und Nicotin meiden, Alkohol und Kaffee nur in Maßen
Viel trinken
abwechslungsreiche, vollwertige und regelmäßige Ernährung, am besten in mehreren und kleineren Portionen über den Tag verteilt
Hektik und Stress vermeiden, insbesondere beim Essen
Entspannungsübungen wie autogenes Training
erholsame Spaziergänge bzw. entspannte sportliche Betätigung
genügend Schlaf
Psychotherapie bei schwerwiegenderen psychischen Belastungen


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.