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Verfärbte, verdickte oder bröckelige Fuß- oder auch Fingernägel können auf eine Infektion des betroffenen Nagels mit sogenannten Dermatophyten, einer bestimmten Gruppe von Pilzen, hinweisen. Diese Erreger dringen unter die Nagelplatte ein und ernähren sich vom Hornmaterial des Nagels.
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Begünstigende Faktoren:
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Nach Kontakt mit entsprechenden Nagelpilzsporen, z.B. in Schwimmbad, Sauna, o.ä. braucht der Pilz günstige Gegebenheiten, um sich unter dem Nagel festsetzen zu können. Meist handelt es sich hierbei um verschiedene Stoffwechselerkrankungen des Betroffenen, v.a. Zuckerkrankheit, häufige Verletzungen durch zu enge Schuhe, Fußfehlstellungen usw., oder auch um Gefäßerkrankungen oder Nervenschädigungen. Eine genetische Veranlagung mag auch eine Rolle spielen bei der Bereitschaft, nach einer Infektion einen Nagelpilz zu entwickeln.
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Symptome:
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Häufig beginnt die Infektion mit einer gelblichen oder bräunlichen Verfärbung des Nagelbettes von der äußeren Nagelkante her. Diese Symptome können auch von einer Verdickung oder Konsistenzveränderung des Nagels begleitet sein. Im Laufe der Infektion wandert der Pilz in Richtung Nagelwurzel, wo er eine Wachstumsstörung des Nagels bewirken oder auch eine Ablösung der Nagelplatte auslösen kann.
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Diagnose:
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Die Veränderungen des befallenen Nagels sind charakteristisch, allerdings sollte dennoch eine Pilzkultur angelegt werden, um andere Nagelerkrankungen auszuschließen.
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Behandlung:
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In schweren Fällen und bei Kindern, alten Menschen und Diabetikern sollte unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden. Bei leichten Fällen von Nagelpilz kann man naturheilkundliche lokal wirkende Mittel probieren (mehrfach pro Woche):
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Knoblauchzehe durchschneiden und mit dem Saft Nagel und umgebende Haut bzw. Nagelfalz kräftig einreiben
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Oreganoöl (nicht bei Schwangeren!) oder Salbeiöl in geringer Menge auf einen Wattebausch geben und den Nagel täglich damit betupfen
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Propolis auftragen
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Füße in Apfelessig baden
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Zur Vorbehandlung sollte die Nagelplatte mit einer Einweg-Sandpapierfeile etwas dünner gefeilt werden, so dass die entsprechenden Mittel den Pilz besser erreichen können.
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Die Behandlung muss mindestens so lange durchgeführt werden, bis der Nagel vollständig gesund nachgewachsen ist, nach Möglichkeit noch einige Wochen länger. Dabei sollten jeden Abend die Füße gewaschen und vor allem gründlich getrocknet werden.
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Um eine erneute Infektion durch eigene Socken, Handtücher etc. zu vermeiden, sollten mit dem Pilz in Berührung gekommene Wäschestücke mindestens bei 60°C gewaschen werden, um die lebenden Pilzsporen abzutöten. Schuhe können mit geeigneten Desinfektionsmitteln behandelt werden.
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Wichtig ist es vor allem auch, genug Luft an die Nägel zu lassen, um ein feuchtes Mikroklima, das das Pilzwachstum fördert, zu vermeiden. Bei einem Nagelpilz empfiehlt sich deshalb das tragen von möglichst luftigen Schuhen und ggf. Baumwollsocken. Die beste Methode um sich vor Fuß- und Nagelpilzen zu schützen, ist es jedoch, in Bereichen mit vielen Barfußläufern Badeschuhe zu tragen und auf ein gesundes Immunsystem zu achten.
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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