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Definition:
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Das myofasziale Schmerzsyndrom ist definiert durch Schmerzen, die ihren Ursprung in der Muskulatur nehmen. Es wird durch die Anwesenheit von myofaszialen Triggerpunkten, d.h. durch tastbare, schmerzhafte, lokale Verhärtungspunkte entlang eines Hartspannstranges in der Skelettmuskulatur, charakterisiert. Diese Schmerzen können annähernd in jedem Körperbereich auftreten und gehören zu den häufigsten Ursachen für chronische Schmerzen. Die Schmerzen treten meist plötzlich nach Belastung oder einer ungewohnten Haltung auf.
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Ursache:
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Durch eine Funktionsstörung des Bindegliedes zwischen Nervenendigung und Muskulatur, der sogenannten motorischen Endplatte, entstehen extrem empfindliche Schmerzpunkte, die myofaszialen Triggerpunkte, in einem Hartspannstrang der Skelettmuskulatur. Ihre mechanische Reizung führt oft zu einem Übertragungsschmerz in entfernten Körperregionen. Alle Zustände, die eine Funktionsstörung (Irritation) der motorischen Endplatte hervorrufen können, sind in der Lage ein myofasziales Schmerzsyndrom zu erzeugen, indem an diesen Stellen myofasziale Triggerpunkte ausgebildet werden.
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Schmerzauslöser:
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traumatische Überdehnung oder chronische Belastung von Muskelanteilen, begünstigt durch schlechten Trainingszustand der Muskulatur
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Statikstörungen mit der Folge von einseitiger Belastung oder Schonhaltung
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Stress und psychische Belastung gefolgt von Verspannungen
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Witterungseinflüsse (Kälte, Nebel, Durchzug)
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Nervenverletzungen
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hormonelle Störungen (Hypothyreose)
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Vitamin- und Nährstoffmangel (z.B. Eisen-, Folsäure-, Vitamin B12-Mangel)
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Fehlstellungen wie z.B. Beinlängendifferenz, Zahn- und Bissfehlstellungen
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Diagnose:
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Typisch für das myofasziale Schmerzsyndrom ist die Anwesenheit von myofaszialen Triggerpunkten. Hierbei handelt es sich um kleine umschriebene Körperpunkte, an denen sich auf Druck Schmerz auslösen lässt, der ausstrahlt und sich auf andere Körperstellen überträgt. Mit Hilfe von charakteristischen Übertragungsschmerzmustern aus der Muskulatur lassen sich schon aus der Anamnese heraus richtungweisende Anhaltspunkte auf die an der Beschwerdesymptomatik beteiligten Strukturen schließen. Für die spezifische Diagnostik von myofaszialen Schmerzen steht an erster Stelle die Palpation und Dehntestung. Die fünf wichtigsten Merkmale eines myofaszialen Triggerpunktes:
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Muskulärer Hartspannstrang
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„ Knötchen ” auf dem Hartspannstrang mit verstärktem Druckschmerz
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Wiedererkennung des Schmerzes
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Charakteristischer ausstrahlender Schmerz
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Lokale Zuckungsreaktion (erkennbar bei einer Ultraschalluntersuchung)
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Behandlung:
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Manuelle Dehnung anfänglich unter Anwendung eines Kältesprays
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Ultraschall-Therapie
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Schmerzpunktbehandlung mit lokal betäubenden Medikamenten
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muskelentspannende Techniken und Medikamente
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Physiotherapie
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Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS)
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Spezielle Kompressions- und Bindegewebsmassagen
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Schmerz-Akupunktur
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Vorbeugung:
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regelmäßige Gymnastik und Bewegung
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Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson
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Verhaltenstherapie
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Schmerzbewältigungstraining
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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