|
Definition:
|
|---|
|
Mukoviszidose ist eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankung, bei die Sekrete einiger Drüsen eine veränderte Zusammensetzung haben, d.h. zähflüssiger sind als normal. Jede Mukoviszidose hat einen individuellen Verlauf.
|
|
Häufigkeit:
|
|---|
|
Sie ist die zweithäufigste angeborene Stoffwechselerkrankung hellhäutiger Menschen. Etwa 8.000 Menschen leben in Deutschland mit dieser Erkrankung.
|
|
Ursache:
|
|---|
|
Mukoviszidose wird autosomal-rezessiv vererbt, d.h. die Erkrankung tritt nur auf, wenn ein Kind von beiden Elternteilen je ein krankhaft verändertes Gen erbt. Aufgrund des mutierten Gens werden veränderte Eiweißstoffe produziert, die ihre Funktion nicht mehr voll wahrnehmen können. Verschiedene Drüsensekrete sind somit viel zu zäh und zu klebrig und können nicht mehr gut transportiert werden. Dadurch werden die betroffenen Organe in ihrer Funktion gestört.
|
|
Diagnose:
|
|---|
|
Die Diagnose wird mit Hilfe einer Schweißuntersuchung gestellt, wobei der Salzgehalt auf der Haut gemessen wird. Durch regelmäßige Blut- und Stuhluntersuchungen können ungünstige Veränderungen im Stoffwechsel, u.a. Diabetes oder Verdauungsstörungen, frühzeitig erkannt werden. Ein Gentest kann zur Diagnosesicherung beitragen.
|
|
Symptome:
|
|---|
| • |
anhaltender Reizhusten mit Auswurf, Bronchitis und asthmaähnlichen Atemproblemen: der zähe Schleim ist nur schwer abzuhusten - er wird zur Brutstätte für Bakterien, die zu Lungenentzündungen führen können und mit der Zeit die Lungenstruktur zerstören können
| | • |
Verdauungsstörungen mit Durchfällen, großen, fettigen Stuhlmengen, Blähungen, Bauchschmerzen sowie Leberfunktionsstörungen: Die Folge sind ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen, Zink und Selen, Untergewicht und bei ca. 15 % Diabetes mellitus. Bewegungsstörungen der Darmmuskulatur können zu einem Darmverschluss führen. Besonders ältere Patienten sind dadurch gefährdet. Bereits bei Neugeborenen kommt es in ca. 10 % der Fälle zum Darmverschluss unmittelbar nach der Geburt.
| | • |
Weitere Folgekrankheiten sind Steinleiden von Niere und Galle, Gelenksschäden, Knochenschwund, Störungen des Mineralstoffhaushaltes, der Schweißabsonderung, Nasenpolypen und häufige Nasennebenhöhlenentzündungen sowie verminderte Fruchtbarkeit.
|
|
Die Beschwerden können gelindert werden durch:
|
|---|
| • |
Tägliche Inhalationen zu Lösen des Schleims und physiotherapeutische Lungenbehandlungen (Abklopfdrainage, autogene Drainage) erleichtern das Abhustens des zähen Schleims aus den Bronchien.
| | • |
Körperliche Bewegung (Laufen, Joggen, Radfahren, Tanzen o. ä.) hilft, durch mehr körperliche Fitness die Krankheit zu lindern.
| | • |
Ausgewogene und kalorienreiche Ernährung, gegebenenfalls mit Einnahme von Verdauungsenzymen und fettlöslichen Vitaminen. Je länger ein normales oder ideales Gewicht gehalten werden kann, umso günstiger wirkt sich dies auf die Lungenfunktion aus.
| | • |
Homöopathische Einzelarzneimittel nach den Gesetzen der Klassischen Homöopathie ausgewählt können helfen, die individuellen Beschwerden zu lindern und die Infektanfälligkeit günstig zu beeinflussen.
|
Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
|