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Die akute Mittelohrentzündung tritt verstärkt im Winterhalbjahr auf bei Kindern, die vorher erkältet waren. „Akut” bedeutet: plötzlich einsetzend und heftig, aber schnell verlaufend.
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Ursachen:
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Eine der Ursachen für das häufige Auftreten der Mittelohrentzündung liegt an den anatomischen Gegebenheiten bei Kindern. Infektionsbedingt schwillt der mit Schleimhaut ausgekleidete, kurze, enge Gang zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum zu. Dadurch staut sich das Schleimhautsekret im Mittelohr und Krankheitserreger können sich aufgrund der mangelnden Belüftung ungestört dort vermehren.
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Symptome:
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Auf eine abheilende, harmlose Erkältung folgen häufig Reizbarkeit, Fieber, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen und abends bzw. nachts dann stechende, pulsierende Ohrenschmerzen oder ein Druckgefühl im Ohr. Im weiteren Verlauf kann auch Fieber auftreten. Das Hörvermögen ist durch die Flüssigkeitsansammlung im Ohr reduziert.
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„Läuft” das Ohr und lässt der Schmerz zunächst nach, so hat sich ein Riss im Trommelfell gebildet, durch den ein eitrig blutiges Sekret oder Schleim ablaufen. Das Trommelfell heilt meist von selbst innerhalb von 14 Tagen ab.
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Bei Babys können Anzeichen dafür sein, dass sie sehr unruhig sind, nicht trinken, sich weder hinlegen noch eine Mütze aufsetzen lassen und dauernd schreien. Kleinere Kinder werfen oft den Kopf hin und her und fassen sich ans schmerzende Ohr.
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Behandlungsmöglichkeiten:
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Auch wenn ein Kind nachts plötzlich wegen starker Ohrenschmerzen aufwacht, besteht meist keine akute Gefahr. Um die Zeit bis zum Arztbesuch zu überbrücken kann man mit Hilfe von alternativen Heilmethoden etwas gegen die Schmerzen und das Fieber tun: Viel Trinken, Wadenwickel zur Fiebersenkung, Zwiebelsäckchen am Ohr zur Schmerzlinderung und bei Gabe des angezeigten homöopathischen Arzneimittels können die Schmerzen und Symptome meist innerhalb kurzer Zeit gebessert bzw. die Mittelohrentzündung geheilt werden. Für eine homöopathische Behandlung ist es sehr wichtig, das Kind genau zu beobachten, z.B. ob Wärme oder Kälte bessert, wann die Schmerzen am schlimmsten sind, ob Druck bessert, welche Begleitsymptome auftreten usw.
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Abzuraten ist vom Einsatz von abschwellenden Nasentropfen, die die Schleimhaut sehr austrocknen.
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Etwa 60% der akuten Mittelohrentzündungen werden durch Bakterien und etwa 40% durch Viren ausgelöst. Nach einer Antibiotikabehandlung leiden Kinder oft unter mehreren Neuinfektionen, da die Antibiotika die „gesunde Flora” im Ohr zerstören und das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen dadurch erleichtern.
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Auf Antibiotika kann verzichtet werden, wenn es sich um eine unkomplizierte Mittelohrentzündung handelt (also keine ernsthaften Begleiterkrankungen wie sehr hohes Fieber, andauerndes Erbrechen, Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle)
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Bei einer chronischen Mittelohrentzündung, die länger als drei Monate anhält, „läuft” das Ohr immer wieder und das Kind hört schlechter. Diese schleichende Entzündung ist zwar nicht so schmerzhaft, aber es sammelt sich immer wieder Flüssigkeit im Mittelohr an und Folgeschäden am Knochen können auftreten.
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Übrigens:
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Kinder, die in den ersten drei Lebensmonaten mit Muttermilch gestillt werden, erkranken seltener an akuter Mittelohrentzündung!
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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