Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Magersucht

Magersucht zeichnet die Betroffenen durch ein extrem niedriges Gewicht aus. Aus Angst, dick zu werden, hungern sie weiter, obwohl ihr Gewicht bereits gesundheitsschädliche und bedrohliche Ausmaße angenommen hat.

Häufigkeit:
100 000 Menschen, insbesondere Frauen zwischen 15 und 25 Jahren, leiden hierzulande an Magersucht. Die Zahl der Magersüchtigen verdreifachte sich in den letzten zehn Jahren.

Hinweise auf Magersucht:
das Körpergewicht liegt mind. 15 % unterhalb des Normalgewichtes (BMI unter 17,5 bei Erwachsenen)
extreme Gewichtsreduktion bzw. -kontrolle
dauerndes Kreisen der Gedanken um Essen und Gewicht (heimlich!)
übertriebene körperliche Aktivität (zwanghaft)
häufig selbst herbeigeführtes Erbrechen
Missbrauch von Abführmitteln
starke Angst vor Gewichtszunahme
fehlende Krankheitseinsicht aufgrund einer verzerrten Körperwahrnehmung

Magersucht wird oft begleitet von Symptomen wie Ausbleiben der Menses, Verstopfung, verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Störungen im Eiweiß- und Mineralhaushalt, v. a. Kaliummangel. Des Weiteren frieren die Betroffenen häufig, klagen über Muskelschwäche und Konzentrationsstörungen. Sie versuchen durch zwanghaften Fleiß diese Schwäche auszugleichen. Häufig entwickeln sie bleibende Nierenschäden und Knochenerkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit durch Verhungern zu sterben liegt bei ca. 10-15 %.

Erklärungsmodelle zu den Ursachen:
Eine eindeutige Ursache zur Entwicklung der Magersucht ist noch nicht bekannt - vermutlich hängt sie mit der Familienstruktur der Betroffenen zusammen. Z.B. tritt sie häufig in Familien mit starken Bindungen und starkem Harmoniebestreben auf. Meist beginnt sie in der Pubertät, wenn die natürliche Ablösung von der Familie erfolgen sollte. Feindselige Gefühle und Konflikte werden unterdrückt, genauso wie sexuelle Gefühle. Die Familien von Magersüchtigen sind meist sehr pflichtbewusst, unauffällig und sozial sehr angepasst. In diesen Familien herrscht ein erhöhtes Verantwortungsgefühl für den anderen, wobei sich dieses Verantwortungsgefühl häufig auf das körperliche Wohlbefinden bezieht. In der Ehe der Eltern von Magersüchtigen ist Sexualität meist relativ unwichtig. Entwickelt die Tochter während der Pubertät weibliche Rundungen, muss sie sich mit dem Tabuthema Sexualität auseinandersetzen. Durch entsprechende Abmagerung kann sie diesem Thema aus dem Wege gehen. Meist bezieht sich das Hungern der Tochter auf fehlende Anerkennung seitens der Eltern. Durch die Magersucht bekommt sie die ersehnte Zuwendung, und der Kampf um die Gesundheit der Tochter eint die Familie, d.h. anstehende Spannungen treten in den Hintergrund. Würde die Magersüchtige die Sucht bezwingen, könnten bisher unterdrückte Familienprobleme die Familie ernsthaft gefährden. Deshalb kann die Magersüchtige aus diesem Teufelskreis nicht entkommen.

Therapiemöglichkeiten:
Da die Magersucht vermutlich eine Folge unbewusster, unterdrückter Konflikte ist, können z.B. Gestalttherapie, Musiktherapie, Tanz- und Kunsttherapie eingesetzt werden, um Eindrücke und Gefühle aus dem Unbewussten zu thematisieren. Auch die Klassische Homöopathie verfügt über sehr wertvolle „Kummermittel”, die helfen können, unterdrückte Gefühle und Konflikte an die Oberfläche zu bringen und sie endgültig zu verarbeiten.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.