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Definition:
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Unter einem Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür versteht man eine gutartige entzündliche Schädigung der Magen- bzw. Darmwand, bei der auch tiefere Wandschichten betroffen sind.
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Häufigkeit:
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Etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung entwickelt mindestens einmal im Leben ein Magen-Darmgeschwür.
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Mögliche Symptome:
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Druckgefühl und Schmerzen in der Mitte des Oberbauchs, die zum Brustbein, Unterbauch oder in den Rücken ausstrahlen können
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Nahrungsmittelunverträglichkeiten
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Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl
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Gewichtsverlust
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Starker Leistungsknick
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Blutungen (Bluterbrechen bzw. Schwarzfärbung des Stuhls -Teerstuhl)
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Blutarmut
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Komplikation: Magendurchbruch mit plötzlich auftretenden starken Bauchschmerzen, Schweißausbrüchen, beschleunigtem Puls und allgemeinem Schockzustand
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Häufige Ursachen:
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Das Gleichgewicht zwischen Schleimhaut schützenden und zerstörenden Mechanismen kann durch folgende Faktoren gestört werden:
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1. Körpereigene Faktoren:
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erhöhte Magensäureproduktion (Geschwürbildung wird dadurch gefördert)
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gestörte Bewegungsabläufe im Magen-Darmbereich mit verzögerter Magenentleerung bzw. Rückstrom von mit Schleimhaut schädigender Gallensäure vermischter Nahrung aus dem Zwölffingerdarm in den Magen
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verminderte Ausschüttung von Säure neutralisierendem Bicarbonat im Zwölffingerdarm
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genetische Veranlagung (u.a. leicht erregbares vegetatives Nervensystem)
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2. Von außen einwirkende Faktoren:
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Helicobacter pylori: Ca. 10 % der Infizierten entwickeln Magen-Darmgeschwüre, d.h. das Bakterium stellt einen Zusatzfaktor bei der Entstehung der Geschwüre dar.
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Dauereinnahme von Schmerzmitteln (z.B. Nicht-steroidale Antiphlogistika NSAR, Acetylsalicylsäure ASS) zerstört den Magenschleim und erhöht somit erheblich das Risiko einer Geschwürbildung. Bei gleichzeitiger Einnahme von Kortisonpräparaten erhöht sich das Risiko um ein Vielfaches.
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psychische Faktoren (depressive Grundhaltung, beruflicher, privater oder auch körperlicher Stress)
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bestimmte Nahrungs- und Genussmittel
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Diagnose:
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Das Abtasten des Oberbauchs ist meist schmerzhaft. Die Spiegelung des Magens und des Zwölffingerdarms ist die sicherste Methode, um ein Geschwür festzustellen.
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Tipps zur Vorbeugung und Behandlung:
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Kaffee nur in Maßen und nie auf nüchternen Magen trinken - Substanzen aus dem Röstprozess des Kaffees fördern die Säureproduktion
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auf Rauchen möglichst ganz verzichten - Nikotin steigert die nächtliche Säureausschüttung
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hochprozentigen Alkohol meiden - er kann eine oberflächliche Schleimhautentzündung auslösen
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Stress meiden und Entspannungstechniken anwenden, um ihn besser zu bewältigen
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Schmerzmittel nur in dringenden Fällen einsetzen
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fette Fleischgerichte meiden, besser Gemüse und Pflanzenöle genießen
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auf sehr scharfes und heißes Essen verzichten - Pfeffer, Paprika, Knoblauch, Meerrettich und scharfer Senf reizen die Schleimhaut
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säurehaltige Getränke reduzieren
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geregelter Tagesablauf mit genügend Ruhe zum Essen, am besten mehrere kleine Mahlzeiten täglich
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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