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Geschichte:
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Schon die die Ureinwohner Australiens und die Mayas nutzten den Vorteil von Fliegenmaden in der Wundbehandlung. Im Ersten Weltkrieg entdeckten Ärzte, dass Wunden, die voller Maden waren, sich in erstaunlich gutem Zustand befanden und viel besser als erwartet heilten. Die Made der Goldfliege, Lucilia sericata, wurde in den 1930er Jahren erstmals zur Behandlung von Wunden eingesetzt. Mit der Einführung der Antibiotika geriet die Maden-Therapie leider wieder in Vergessenheit, in letzter Zeit gewinnt sie allerdings aufgrund zunehmender Antibiotikaresistenz vieler Bakterienstämme wieder an Bedeutung.
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Positive Effekte der Maden bei der Wundheilung:
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abgestorbenes Gewebe wird gelöst
In erster Line führen die Maden in Wunden eine biologische Wundreinigung durch, indem sie mit ihrem Speichelsekret Enzyme auf der Wundoberfläche verteilen, die abgestorbene Gewebstrümmer verflüssigen. Die Maden tragen abgestorbenes Gewebe und Beläge ab und schonen gesundes Gewebe. Deshalb können sie Wunden völlig schmerzlos und ganz ohne Nebenwirkungen von abgestorbenen Zellen befreien. Für gute Wundheilung ist die Entfernung von totem Gewebe eine entscheidende Voraussetzung.
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antibakterielle Wirkung des Speichelsekrets der Maden
Die Maden der Goldfliege scheiden beim Reinigen der Wunde Substanzen aus, die selbst antibiotikaresistente Bakterien abtöten, die gesäuberte Wunde nachhaltig desinfizieren und vor einer erneuten Entzündung schützen.
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Förderung der Neubildung von gesundem Ersatzgewebe durch das Sekret der Maden
Das Sekret der Maden enthält dem menschlichen Wachstumshormon IGF ähnliche Bestandteile und fördert so den Wundverschluss. Durch diese Förderung der Zellneubildung beschleunigen sie den Heilungsprozess ohne Nebenwirkungen. Rund 80 Prozent der Wunden sind nach fünf Wochen von allem abgestorbenen Gewebe befreit.
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Wie werden die Maden angewendet?
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Um das Aufbringen der Maden auf die Wunden zu erleichtern, werden etwa teebeutelgroße Membransäckchen aus einem Kunststoffmaterial anwendet, in dem die Tiere eingeschweißt sind. Die sterilen Maden bleiben während des gesamten Einsatzes in dem Säckchen. Die Maden werden samt Säckchen für ca. 3 Tage auf die Wunde gelegt. Mit einem Netz wird dann die Wunde abgedeckt und durch einen luftdurchlässigen Verband gesichert. In dieser Zeit ist eine tägliche Verbandskontrolle notwendig. Ideale Lebensbedingungen für die Maden sind ein nicht zu feuchtes und nicht zu trockenes Milieu. Die Patienten nehmen während der Behandlung lediglich ein leicht vermehrtes Auftreten von Wundsekret oder ein leichtes Kribbeln wahr. Eine Behandlung mit Fliegenmaden wird mittlerweile in vielen Kliniken insbesondere bei schlecht heilenden Wunden und dem diabetischen Fuß erfolgreich eingesetzt.
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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