|
Madenwürmer sind 2 bis 10 mm lange Parasiten der Art Enterobius vermicularis oder Oxyuris vermicularis. Sie leben im Darm des Menschen. Obwohl sie Personen aller Altersgruppen infizieren können, kommen sie besonders oft bei Kindern vor. Sie sind kein Zeichen für einen niedrigen Hygienestandard in einer Familie.
|
|
Lebensweise der Madenwürmer:
|
|---|
|
Die Parasiten leben im Dickdarm. Die Wurmweibchen kriechen nachts aus dem After und legen ihre Eier im Bereich der Analfalten in nächster Umgebung des Darmausgangs ab. Sie führen dort zu Juckreiz und werden beim Kratzen mit dem Finger aufgenommen. Dadurch gelangen sie häufig wieder in den Mund, so dass ein Kreislauf entsteht. Die Infektion kann von Mensch zu Mensch oder über den Staub erfolgen. Madenwürmer sind extrem widerstandsfähig und können mehrere Wochen in Möbeln, Kleidern oder Spielsachen von Kindern überleben.
|
|
Häufigkeit:
|
|---|
|
Statistisch gesehen hat jeder zweite Mensch in seinem Leben einmal eine Infektion durchmacht.
|
|
Symptome:
|
|---|
|
Die Infektion verläuft oft ohne oder nur mit sehr geringen Beschwerden. Folgende Symptome deuten auf eine Infektion durch Madenwürmer hin:
|
| • |
nächtlicher Juckreiz im Afterbereich aufgrund der dort abgelegten Wurmeier
| | • |
schmerzhaftes Ekzem um den Darmausgang
| | • |
nachts Schlafstörungen aufgrund des Juckreizes
| | • |
tagsüber Müdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen
| | • |
Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
| | • |
Blässe und allgemeines Unwohlsein
| | • |
Mädchen können durch Kratzen die Wurmeier verbreiten, was zu einer Scheidenentzündung führen kann.
| | • |
Bei starkem Wurmbefall können zusätzlich auch Bauchschmerzen, vermehrter Stuhldrang, Durchfall, Übelkeit und Krämpfe auftreten.
|
|
Diagnose:
|
|---|
|
Die Diagnose erfolgt anhand der typischen Beschwerden und mit Hilfe eines Analabklatsches. Dabei wird morgens ein Tesafilmstreifen mit der Klebeseite für eine kurze Zeit auf den Darmausgang gedrückt, danach wieder abgezogen und die klebende Tesafilmseite unter dem Mikroskop auf Wurmeier hin untersucht. Oft sind die Würmer im Stuhl auch mit dem bloßen Auge zu erkennen; sie ähneln kurzen Stücken eines weißen Nähfadens. Gelegentlich findet man in der Bettwäsche oder im Schlafanzug tote Würmer.
|
|
Hilfreiche Maßnahmen:
|
|---|
| • |
Fingernägel kurz halten, dort bleiben die Wurmeier hängen
| | • |
nach jedem Toilettengang und auch vor dem Essen die Hände gründlichst mit Wasser und Seife waschen, Fingernägel bürsten v.a. nach der Toilette,
| | • |
die Analregion nach jedem Stuhlgang gründlich und regelmäßig mit einem Waschlappen reinigen (1x benutzen)
| | • |
täglich duschen
| | • |
täglich Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche wechseln und auskochen bei 90 °C, bis zum Waschen in einem Plastiksack aufbewahren
| | • |
Wäsche, die nicht gekocht werden kann, in einer Plastiktüte vor dem Waschen einige Stunden in den Gefrierschrank bei - 18 °C legen, um Wurmeier abzutöten.
| | • |
Reinigung verunreinigter Gegenstände und der Toilette mit heißem Wasser.
| | • |
bei der Speisenzubereitung Knoblauch, Zwiebeln, Meerrettich, Brunnenkresse und vor allem rohe Möhren verstärkt verwenden
| | • |
auch Schwarzkümmel Kapseln können helfen
| | • |
hilfreich ist auch eine klassisch homöopathische Behandlung, wodurch das Immunsystem im Kampf gegen die Madenwürmer unterstützt wird
|
Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
|