Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Lichen ruber – die Knötchenflechte

Definition:
Bei der Knötchenflechte handelt es sich um eine seltener auftretende, harmlose, chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die schubweise verläuft und mit starkem Juckreiz verbunden sein kann.

Häufigkeit:
Man schätzt, dass ungefähr 1 % der Bevölkerung (Männer und Frauen) das Hautbild der Knötchenflechte aufweisen. Bevorzugt entwickelt sich dieses Krankheitsbild zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr.

Diagnose:
Die charakteristischen Hautveränderungen sowie die Befragung des Patienten zu den Symptomen und deren Auftreten, evtl. ein Zusammenhang mit eingenommenen Medikamenten usw. kann bereits eine klare Diagnose ermöglichen. Ein ebenso wichtiges Zeichen kann die Reizung der Haut durch Kratzen bzw. Reiben darstellen. Im Zweifel kann eine Gewebeprobe auf Zellveränderungen Aufschluss geben.

Ursachen:
Die Ursache der Knötchenflechte ist noch nicht genau erforscht. Es handelt sich nicht um eine Infektionskrankheit, sondern vermutlich greift das eigene Immunsystem die Hautzellen an und verursacht die typischen Hautveränderungen. Folgende Faktoren können die Entwicklung einer Knötchenflechte auslösen:
Begleiterkrankungen, z.B. Zuckerkrankheit
Erhöhte Cholesterin- oder Harnsäurewerte
Autoimmunerkrankungen
Lymphdrüsentumoren
Viruserkrankungen der Leber
Psychische Faktoren oder Stress
Kontaktallergien gegen Gold oder Amalgam
Bestimmte Medikamente, z.B. Rheumamittel, Antibiotika, Medikamente gegen Diabetes mellitus und Bluthochdruck sowie Psychopharmaka und Entwässerungstabletten
Bestimmte Chemikalien, z.B. Farbfilmentwickler

Symptome:
Die Hautveränderungen sind gekennzeichnet durch rötlich-bläuliche, matt glänzende, abgeflachte, pyramidenstumpfartige Knötchen, die in der Regel starken Juckreiz verursachen. Sie stehen meist herdförmig in kleineren oder größeren Gruppen und können zu Platten verschmelzen. An der Oberfläche findet man meist eine weißliche, netzartige Zeichnung.
Betroffen sind meist die Handgelenk- und Knöchelinnenseite, Streckseiten der Unterschenkel und die Haut über dem Sitzbein. Relativ häufig sind auch Mund- oder Genitalschleimhaut betroffen. In seltenen Fällen kann die Krankheit auch an Kopfhaut oder Nägeln auftreten.

Behandlungstipps:
Häufig heilt die Erkrankung innerhalb von zwei Jahren ohne Narbenbildung spontan ab. Gelegentlich bleiben jedoch noch einige Zeit braune Hautveränderungen zurück.
Die Behandlung richtet sich vor allem nach den begleitend auftretenden Beschwerden und nach der möglichen Ursache der Knötchenflechte:
stehen Medikamente als Auslöser in Verdacht, sollten diese nach Rücksprache mit dem Arzt ersetzt oder abgesetzt werden
auslösende Begleiterkrankungen, wie z.B. Diabetes, behandeln
Bei Befall der Mundschleimhaut, Kaffee, Alkohol und Nikotin sowie scharfe, saure und zu heiße Lebensmittel meiden
Hautverletzungen bzw. Verletzungen der Schleimhäute vermeiden, sie können zur Bildung neuer Herde führen (nicht kratzen!)
pH-neutrale und rückfettende Substanzen zur Hautpflege verwenden
Einnahme des angezeigten homöopathischen Einzelarzneimittels zur Linderung der Beschwerden


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.