Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
-   k l a s s i s c h e   H o m ö o p a t h i e   -

Das Kontaktekzem

Definition:
Bei einem Kontaktekzem handelt es sich um einen entzündlichen Hautausschlag nach einer Berührung mit bestimmten Substanzen wie beispielsweise Desinfektionsmitteln, Kosmetika oder Nickel. Es ist sowohl eine allergische (nach Sensibilisierung) als auch eine nicht-allergische (toxische) Form bekannt.

Häufigkeit und Formen:
Bis zu 10 % der Bevölkerung leiden unter einem Kontaktekzem. Bei den Berufskrankheiten stellt das allergische Kontaktekzem 20% der Fälle!

Allergisches Kontaktekzem
Liegt ein akutes allergisches Kontaktekzem vor, so sind die ersten Hautreaktionen ca. innerhalb von 12 bis 48 Stunden nach Allergenkontakt erkennbar mit Hautsymptomen wie Rötung, Schwellung, Bläschenbildung und meist starkem Juckreiz an der Stelle, wo das Allergen mit der Haut in Kontakt kam. Diese Symptome können auch noch vereinzelt neben der Einwirkstelle beobachtet werden. Häufige Auslöser des akuten allergischen Kontaktekzems:
Benzolverbindungen
Pflanzliche Allergene (Primeln, Chrysanthemen, Tulpen, Narzissen)
ätherische Öle
Terpentinöl
Antibiotika
Handelt es sich um ein fotoallergisches Kontaktekzem, so treten die beschriebenen Hautveränderungen nach Kontakt mit dem Allergen in Verbindung mit Lichteinwirkung auf. Häufige Auslöser des fotoallergischen Kontaktekzems:
Medikamente
Lichtschutzfilter in Sonnenschutzmitteln
optische Aufheller in Waschmitteln usw.
Beim chronischen allergischen Kontaktekzem geht entweder eine akute Form voraus oder der Verlauf ist von Anfang an chronisch. In beiden Fällen zeigen sich die gleichen Hauterscheinungen wie starker Juckreiz, grobschuppige und verdickte Haut, evtl. mit Schrunden und Verfärbung. Häufige Auslöser des chronisch allergischen Kontaktekzems:
Nickel
Chromate
Gummi

Toxisches Kontaktekzem
Im Falle eines toxischen Kontaktekzems entzündet sich die Haut aufgrund der Anwesenheit von giftigen oder hautreizenden Substanzen. Das Ausmaß der Entzündung steht in direktem Zusammenhang mit der Konzentration und der Einwirkzeit des verdächtigen Stoffes. Dabei ist auffällig, dass die Hautentzündung auf das Einwirkungsgebiet des fraglichen Stoffes beschränkt ist. Häufige Auslöser des toxischen Kontaktekzems:
Säuren
Laugen
Waschmittel
Reinigungsmittel
Beim fototoxischen Kontaktekzem erscheint die Hautentzündung nach Kontakt mit lichtsensibilisierenden Substanzen mit anschließender UV-Bestrahlung. Häufige Auslöser des fototoxischen Kontaktekzems:
Furocumarine im Bergamottöl (in Kosmetika)
Wiesengräserdermatitis
Teer

Diagnose:
Ein ausführliches Anamnesegespräch zur Ermittlung der möglichen Auslöser ist entscheidend für die richtige Diagnose. Auch eine Hautuntersuchung und evtl. ein Epikutantest (Pflastertest auf dem Rücken) können die richtige Diagnose bestätigen. Besteht der Verdacht auf ein Fotoallergisches oder -toxisches Kontaktekzem, wird ein UV-belichteter Epikutantest durchgeführt.

Behandlung:
Der wirksamste Behandlung ist bei allen Kontaktekzemen das Meiden der auslösenden Stoffe. Generell ist es empfehlenswert, die Haut vor zu häufigem Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln zu schützen und eine intensive Hautpflege mit rückfettenden Salben durchzuführen. Zur Linderung des Juckreizes können auch homöopathische Arzneimittel eingesetzt werden.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.