|
Das kurzzeitige Abkühlen von Händen und Füßen bei Kälte ist ein Schutzmechanismus des Körpers: Die Blutgefäße der Arme und Beine werden enger gestellt, um deren Durchblutung zu vermindern, damit vor allem der Körperkern mit seinen lebenswichtigen Organen wie Herz, Lunge, Niere und Gehirn, versorgt werden kann.
|
|
Mögliche Ursachen für dauerhaft kalte Füße:
|
|---|
|
Ursachen für dauerhaft kalte Füße können Grunderkrankungen wie Herzfehler, Schilddrüsenerkrankungen oder hormonelle Störungen sein. Meist sind jedoch Durchblutungsstörungen aufgrund von zu niedrigem Blutdruck, Diabetes oder Arterienverkalkung die Ursache. Nicht unterschätzen sollte man auch Ursachen, die wir selbst verschuldet haben wie z.B. Bewegungsmangel, zu enge Schuhe, dünne Sohlen, zu wenig Wärmeisolierung, einschneidende Socken bzw. häufiges Übereinanderschlagen der Beine. Auch starkes Rauchen und Koffein fördern die Gefäßverengung. Eisenmangel, Überdosierung bestimmter Medikamente und psychischer Druck können ebenso zu Kältegefühl führen wie Flüssigkeitsmangel, wobei das Blut eindickt und zähflüssig wird und nicht mehr richtig zirkulieren kann.
|
|
Unangenehme Folgen:
|
|---|
|
Chronisch kalte Füße führen zu Einschlafstörungen, schwächen das Immunsystem, erhöhen die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten, Blasenentzündungen und Kopfschmerzen.
|
|
Durchblutungsfördernde Maßnahmen:
|
|---|
| • |
Ansteigendes Fußbad: Eine Schüssel mit körperwarmem Wasser (35 °C) füllen. Meersalz oder Rosmarin beigeben. Füße bis über die Knöchel ins Wasser stellen. Nach und nach heißes Wasser zugießen. Innerhalb von 10 bis 15 Minuten die Wärme so hoch steigern, wie man sie erträgt (ca. 45 °C).
| | • |
Wechselbäder: Einen Eimer mit warmem Wasser mit Rosmarin und einen zweiten mit kaltem Wasser vorbereiten. Die Füße zuerst für ca. 5 - 10 Minuten kniehoch ins warme Wasser, danach für ca. 15 Sekunden ins kalte Wasser tauchen. Mindestens 3 x wiederholen, mit dem kalten Wasser beenden.
| | • |
Nach allen Wasseranwendungen die Füße kräftig frottieren, ansonsten häufiger mit einer Bürste massieren.
| | • |
Fertige Senfmehlwickel aus der Apotheke.
|
|
Tipps zur Vorbeugung:
|
|---|
| • |
Täglich mindestens zwei Liter Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetee trinken
| | • |
auf passendes Schuhwerk achten!
| | • |
Füße warm halten, ggf. nachts Wärmflasche benutzen
| | • |
scharfe Gewürze wie Tabasco, roter Pfeffer, Paprika und Chili fördern die Durchblutung, Rosmarin und Ingwer wirkt wärmefördernd.
| | • |
Saunabesuche
| | • |
Spazieren gehen, Wandern, Joggen, Schwimmen, Wassergymnastik, Fahrradfahren
| | • |
regelmäßige Fußgymnastik: Beide Füße parallel nebeneinander stellen und beidseits gleichzeitig die Fersen heben und senken; zuerst -langsam abrollen und dann den Rhythmus erhöhen. Zum Schluss die Fersen wechselseitig auf- und abrollen.
| | • |
Tagsüber die Zehen öfter zusammenkrallen, wenn möglich mit den Zehen öfters einen Bleistift oder ein Tuch vom Boden aufnehmen. Oder die Fußsohle mit leichtem Druck auf einem Tennisball 5 - 10 Minuten lang hin und her rollen.
|
Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
|