Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Insektenstiche – Hilfe aus der homöopathischen Hausapotheke

Sollte die von allen sehnlich erwartete Schönwetterperiode doch endlich einmal eintreffen, werden viele von uns wieder von den beißenden und stechenden Plagegeistern überfallen.

Meist sind die lästigen, juckenden Stiche und Bisse der Insekten nicht so gravierend, dass sofort ein Arzt hinzugezogen werden muss. Menschen, die allergisch auf Insektenstiche reagieren, können allerdings nach einem Stich einen anaphylaktischen Schock erleiden mit Atemnot, Schweißausbruch, Erbrechen, Pulsrasen und Kreislaufzusammenbruch. Diese Schocksituation ist lebensgefährlich und bedarf einer notärztlichen Behandlung.

Für viele Insektenstiche kann bereits Linderung durch naturheilkundliche Hausmittel wie Kühlung mit Eiswürfel, Umschläge mit kaltem Essigwasser oder das Einreiben mit Zwiebelsaft erzielt werden. Nicht kratzen!

Wer eine homöopathische Hausapotheke besitzt, kann zur Findung des Arzneimittels folgende Fragen beantworten:
Ist die Stich- bzw. Bisswunde kalt oder heiß?
Ist eine starke Schwellung / Entzündung vorhanden?
Welche Farbe hat das Gewebe um die Stich- bzw. Bisswunde: Rötlich? Bläulich?
Wodurch wird der Schmerz bzw. Juckreiz gelindert oder gar gesteigert?

Bei der homöopathischen Behandlung von Insektenstichen haben sich als sehr hilfreich erwiesen:

APIS:
Symptome wie bei einem Bienenstich; brennende, stechende Schmerzen; empfindliche und wunde Haut nach einem Stich; rasches Anschwellen des betroffenen Körperteils und unerträgliches Jucken; trockene, heiße Haut; extrem empfindlich gegenüber Berührung der betroffenen Stelle; Schmerzen schlimmer durch Hitze, aber Linderung durch kalte Anwendungen; Hinweis: Bei Bienengiftüberempfindlichkeit nicht in niedrigen Potenzen!

BELLADONNA:
Plötzliches, heftiges Anschwellen mit Hitzegefühl; scharlachfarbene Rötung; schneidende, scharfe Schmerzen, wie von einem Messer; glänzende, glatte, gespannte Haut; schlimmer durch Berührung; hämmernde, pulsierende, intensive Schmerzen, durch Druck gelindert; besser durch kalte Anwendungen.

LACHESIS:
Heisse, bläulich-rote Schwellung bzw. Entzündung; sehr empfindlich gegen Berührung; schlimmer durch Wärme; schlimmer durch Druck; Schmerzen evtl. in Wellen.

LEDUM:
Kälte an der purpurnen, marmorierten Stichwunde; jedoch starke Linderung der Schmerzen durch eiskalte Umschläge oder Bäder; schlimmer durch Wärme; schlimmer durch Bewegung.

URTICA URENS:
Heftiges Jucken; rote, erhabene Flecken mit auffallender Schwellung (Nesselsucht, Quaddeln); Brennen und Stechen; Linderung durch Wärme; schlimmer durch Berührung; schlimmer durch Kälte.

Homöopathische Arzneimittel kann man wie folgt einnehmen:
z. B. als Potenz D6 halbstündlich (D12 stündlich, D30 3 x täglich), bis eine Besserung eintritt. Dann mit der Mitteleinnahme aufhören! Sollten nach einer deutlichen Linderung die Symptome wieder erscheinen, kann man nochmals das selbe Mittel einnehmen. Falls nach einigen Tagen keine Besserung eingetreten sein sollte oder gar Fieber auftritt, sollte man einen Arzt hinzuziehen.
Eine Gabe eines homöopathischen Arzneimittels kann man als 3 - 6 Globuli bzw. Tropfen betrachten. Sie sollten nicht mit einem Metallöffel eingenommen werden, sondern mit einem Kunststofflöffel.
Z. B. kann man bei einem Insektenstich, dessen geschwollene, pupurfarbene Stichwunde sich kalt anfühlt und eine Schmerzlinderung durch kalte Anwendungen eintritt, mit Ledum D12, 3 Globuli pro Stunde, behandeln und die Einnahme stoppen, sobald Besserung eintritt.
Wichtig ist, dass homöopathische Mittel ohne fachgerechte Begleitung nicht über eine längeren Zeitraum eingenommen werden sollen, da dies der Heilung hinderlich sein kann.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.