|
Husten ist ein wichtiger Schutzreflex der Atemwege. Durch Husten versucht der Körper den Staub und Schmutz auszustoßen und so den Ausbruch einer bakteriellen Erkrankung der Atemwege zu verhindern. Beim Husten zieht sich das Zwerchfell zusammen, wodurch die Restluft aus den Luftwegen ruckartig ausgestoßen wird. Die Bewegung der Flimmerhärchen und die Schleimproduktion zum Abtransport von Fremdstoffen unterstützen diesen Mechanismus. Im Laufe einer Entzündung der Bronchien aufgrund von Viren oder Bakterien kommt es zu einer vermehrten Produktion von zähem Schleim, den die Flimmerhärchen nicht mehr abtransportieren können.
|
|
Der akute Husten:
|
|---|
|
Akute, meist virale infektiöse Erkrankungen der Atemwege stellen die häufigste Ursache des Hustens dar. Auch Heuschnupfen ist oft vergesellschaftet mit Rachen- und Kehlkopfentzündung und kann ebenso zu akutem Husten führen wie wenn versehentlich ein Fremdkörper in die Luftröhre gerät.
|
|
Der chronische Husten:
|
|---|
|
Chronischer Husten dauert länger als 8 Wochen, er kann produktiv mit rasselnden Atemgeräuschen und schleimigem Auswurf oder trocken sein. Häufig ist Asthma für chronischen Husten verantwortlich, aber auch Rauchen ist eine häufige Ursache für chronischen Husten, da durch die Schadstoffe die wichtigen Flimmerhärchen zerstört werden.
| |
Ist die Ursache des chronischen Hustens nicht bekannt und tritt nach längerer Zeit keine Besserung ein, so sollte man auch an Beschwerden aufgrund aufsteigender Magensäure oder an Herzprobleme denken. Auch Medikamente wie ACE-Hemmer oder Betablocker können zum Husten führen.
|
|
Naturheilkundliche Behandlung:
|
|---|
| • |
Trockener Husten: Bei trockenem Husten helfen pflanzliche Hustenstiller wie z.B. Eibischwurzel, Königskerze, Malvenblätter, Drosera oder Spitzwegerichkraut. Zuckersirup in Hustenbonbons hüllen die Hustenrezeptoren im Rachen ein und verschaffen Linderung für ca. 20 - 30 Minuten.
| | • |
Verschleimter (produktiver) Husten: Beim „produktiven” Husten bilden sich große Mengen Schleim in den Bronchien. Hustenlöser auf pflanzlicher Basis sind Primelwurzel, Süßholzwurzel, Quendelkraut oder Anis. Gerade beim verschleimten Husten ist es ganz wichtig, mindestens 1,5 - 2 Liter am Tag zu trinken, denn dann kann auch der Schleim ausreichend verflüssigt und somit besser abtransportiert werden. Außerdem sollten Zigarettenrauch, zu trockene Luft (überheizte Räume) und Reizstoffe in der Luft gemieden werden.
| | • |
Klassisch homöopathische Behandlung: Zur Findung des angezeigten homöopathischen Arzneimittels ist es sehr wichtig, den Husten bestmöglichst zu beschreiben, z. B. die Art des Hustens (trocken/produktiv), der Klang (bellend, blechern, trompetenähnlich…), Farbe und Beschaffenheit des Auswurfs, wann der Husten besonders stark ist, wo oder bei welcher Witterung er besonders häufig auftritt, Begleitsymptome wie z.B. Harninkontinenz beim Husten, Heiserkeit, Rasselgeräusche, Kopfschmerzen, Fieber, Schmerzen usw.
|
Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
|