Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Die Histaminunverträglichkeit
– eine Intoleranz gegen „biogene Amine”

Definition:
Histamin wird als Gewebshormon, Neurotransmitter und als Botenstoff zur Signalübertragung vom Organismus selbst hergestellt und in Blut- und Gewebezellen in einer inaktiven Form in winzigen Bläschen gespeichert. Bei Bedarf kann das gespeicherte Histamin sofort freigesetzt werden. Auch mit der Nahrung wird Histamin aufgenommen. Sammelt sich krankheitsbedingt zu viel Histamin in den Körperzellen an, führt dies zum Beschwerdebild einer Histaminunverträglichkeit.

Häufigkeit:
Ca. 1 % der Bevölkerung ist von einer Histaminunverträglichkeit betroffen, möglicherweise gibt es allerdings eine hohe Dunkelziffer, da diese Erkrankung noch nicht sehr bekannt ist. Es sind deutlich mehr Frauen betroffen als Männer.

Symptome:
Das Beschwerdebild einer Histaminunverträglichkeit kann von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Häufig gleichen die Symptome denen einer Allergie, einer Lebensmittelvergiftung oder einer Erkältung:
Verdauungsprobleme: Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen
Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
Anschwellende Nasenschleimhaut, laufende Nase, Niesen, Auswurf, Hustenreiz, Atembeschwerden
Wasseransammlungen, z.B. geschwollene Augenlider
Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen
Menstruationsbeschwerden
Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, Blutdruckabfall
Hitzewallungen, Schweissausbrüche
Übelkeit, Erbrechen
Schlafstörungen, Müdigkeit

Ursache für den Histaminüberschuss:
Histaminreiche Nahrungsmittel
Histaminproduktion durch Mikroorganismen im Darm
Histaminfreisetzung aus den Zellen durch körperlichen oder seelischen Stress
Histaminfreisetzung aus den Zellen aufgrund von Hormonschwankungen z.B. während der Menstruation
Gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber erhöhtem Histaminspiegel bei geschwächter Abwehrlage, z.B. bei Infektionskrankheiten
Hemmung des Histaminabbau-Enzyms Diaminooxidase (DAO) als Nebenwirkung vieler Medikamente

Diagnose:
Am sichersten können alle Formen von Histaminunverträglichkeit durch eine sog. Eliminationsdiät über 4 - 6 Wochen festgestellt werden. Hierbei achtet der Betroffene sehr nachhaltig darauf, auf Histaminhaltige Nahrungsmittel zu verzichten und auch andere Ursachen für eine vermehrte Histaminzufuhr oder -freisetzung zu meiden. Das Führen eines entsprechenden Ernährungstagebuches kann hierbei sehr hilfreich sein. Eine zusätzliche Bestätigung kann man erhalten, wenn bei Aufnahme histaminhaltiger Nahrungsmittel die bekannten Beschwerden zurückkommen.

Behandlungstipps:
Um die Beschwerden in den Griff zu bekommen, muss das Gleichgewicht im Histaminhaushalt wiederhergestellt werden, ggf. durch folgende Maßnahmen:
Histaminbelastung (Histaminreiche Nahrungsmittel, Stoffe, die körpereigenes Histamin freisetzen, andere biogene Amine, Allergene, Stress, Medikamente, Tabakrauch) meiden
Hemmstoffe des Abbau-Enzym Diaminooxidase (DAO) meiden, z.B. Alkohol
Histaminfreisetzung stabilisieren, z.B. durch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine C und B6 sowie Zink, Calcium, Kupfer, Magnesium und Mangan)
Entspannungsübungen zur Stressbewältigung


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.