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Definition:
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Histamin wird als Gewebshormon, Neurotransmitter und als Botenstoff zur Signalübertragung vom Organismus selbst hergestellt und in Blut- und Gewebezellen in einer inaktiven Form in winzigen Bläschen gespeichert. Bei Bedarf kann das gespeicherte Histamin sofort freigesetzt werden. Auch mit der Nahrung wird Histamin aufgenommen. Sammelt sich krankheitsbedingt zu viel Histamin in den Körperzellen an, führt dies zum Beschwerdebild einer Histaminunverträglichkeit.
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Häufigkeit:
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Ca. 1 % der Bevölkerung ist von einer Histaminunverträglichkeit betroffen, möglicherweise gibt es allerdings eine hohe Dunkelziffer, da diese Erkrankung noch nicht sehr bekannt ist. Es sind deutlich mehr Frauen betroffen als Männer.
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Symptome:
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Das Beschwerdebild einer Histaminunverträglichkeit kann von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Häufig gleichen die Symptome denen einer Allergie, einer Lebensmittelvergiftung oder einer Erkältung:
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Verdauungsprobleme: Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen
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Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
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Anschwellende Nasenschleimhaut, laufende Nase, Niesen, Auswurf, Hustenreiz, Atembeschwerden
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Wasseransammlungen, z.B. geschwollene Augenlider
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Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen
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Menstruationsbeschwerden
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Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, Blutdruckabfall
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Hitzewallungen, Schweissausbrüche
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Übelkeit, Erbrechen
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Schlafstörungen, Müdigkeit
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Ursache für den Histaminüberschuss:
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Histaminreiche Nahrungsmittel
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Histaminproduktion durch Mikroorganismen im Darm
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Histaminfreisetzung aus den Zellen durch körperlichen oder seelischen Stress
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Histaminfreisetzung aus den Zellen aufgrund von Hormonschwankungen z.B. während der Menstruation
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Gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber erhöhtem Histaminspiegel bei geschwächter Abwehrlage, z.B. bei Infektionskrankheiten
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Hemmung des Histaminabbau-Enzyms Diaminooxidase (DAO) als Nebenwirkung vieler Medikamente
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Diagnose:
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Am sichersten können alle Formen von Histaminunverträglichkeit durch eine sog. Eliminationsdiät über 4 - 6 Wochen festgestellt werden. Hierbei achtet der Betroffene sehr nachhaltig darauf, auf Histaminhaltige Nahrungsmittel zu verzichten und auch andere Ursachen für eine vermehrte Histaminzufuhr oder -freisetzung zu meiden. Das Führen eines entsprechenden Ernährungstagebuches kann hierbei sehr hilfreich sein. Eine zusätzliche Bestätigung kann man erhalten, wenn bei Aufnahme histaminhaltiger Nahrungsmittel die bekannten Beschwerden zurückkommen.
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Behandlungstipps:
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Um die Beschwerden in den Griff zu bekommen, muss das Gleichgewicht im Histaminhaushalt wiederhergestellt werden, ggf. durch folgende Maßnahmen:
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Histaminbelastung (Histaminreiche Nahrungsmittel, Stoffe, die körpereigenes Histamin freisetzen, andere biogene Amine, Allergene, Stress, Medikamente, Tabakrauch) meiden
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Hemmstoffe des Abbau-Enzym Diaminooxidase (DAO) meiden, z.B. Alkohol
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Histaminfreisetzung stabilisieren, z.B. durch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine C und B6 sowie Zink, Calcium, Kupfer, Magnesium und Mangan)
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Entspannungsübungen zur Stressbewältigung
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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