Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Kälte und Heizungsluft trocknen Haut und Schleimhäute aus

Kalte Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen als warme Luft. Deshalb ist kalte Luft trockener als warme Luft. Der oft abrupte Wechsel von kalt zu warm und die trockene Heizungsluft entziehen der Haut und den Schleimhäuten viel Feuchtigkeit. Zudem produzieren die Talgdrüsen der Haut bei Kälte weniger schützendes Fett.

Auch die Nasenschleimhaut trocknet im Winter besonders leicht aus. Um sie feucht und funktionsfähig zu halten, kann man Nasenduschen mit einer lauwarmen Salzlösung (0,9 % Salz, wie in Körperflüssigkeit enthalten) verwenden. Sie werden mehrmals täglich angewendet und dringen bis in die Nebenhöhlen vor. So wird die Schleimhaut angefeuchtet und Reizstoffe und Keime werden weggespült, Erkältungen und Borkenbildung werden vermieden. Mit Sesamöl kann man die Nasenschleimhaut zusätzlich pflegen.

Ist aufgrund des Zusammenspiels von Kälte und trockener Heizungsluft das optimale Milieu der Nasenschleimhaut gestört, können die Flimmerhärchen der Schleimhaut Fremdkörper nicht mehr optimal nach draußen befördern. Außerdem schwillt die Nasenschleimhaut an und der Körper stellt von Nasenatmung auf Mundatmung um, wodurch die Atemluft nicht mehr optimal erwärmt und befeuchtet wird. Infektionen der Atemwege und des Mittelohrs werden begünstigt, auch der Schlaf wird möglicherweise beeinträchtigt.

Tipps:
Optimal ist eine Luftfeuchtigkeit von etwa 60 Prozent. Erreichen lässt sich dieser Wert zum Beispiel mit dem Aufstellen von Wassergefäßen, feuchten Handtüchern über der Heizung oder den Einsatz von Raumluftbefeuchtern. Auch Grünpflanzen verbessern das Raumklima.
Stoßlüften sorgt für bessere Luft.
Viel Wasser trinken.
Haut nicht ungeschützt Sonne, Wind oder Kälte aussetzen.
Aggressive Haushaltsreiniger meiden bzw. Handschuhe benutzen.
Duschen ist hautschonender als Baden. Beim Baden besser ein kurzes Ölbad nehmen, die Wassertemperatur sollte 35 °C nicht überschreiten.
Mit Seifen und Waschlotionen sparsam umgehen, besser rückfettende oder seifenfreie Duschlotionen, die auf den natürlichen Säurewert der Haut von etwa 5,5 pH abgestimmt sind, verwenden.
Danach nicht abrubbeln, sondern trocken tupfen und sofort gut eincremen, da aus der aufgeweichten Hautoberfläche viel Feuchtigkeit entweicht.
Bei empfindlicher Haut keine Peelings mit Schleifpartikeln verwenden.
Auf stark deckendes Make-up verzichten, da Puder die Haut weiter austrocknen kann.
Ist es trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen nicht möglich, häufige Infektionen zu vermeiden, kann man von einer erhöhten Infektanfälligkeit ausgehen. Diese Infektanfälligkeit zeugt von einem geschwächten Immunsystem, das durch den Einsatz des individuell angezeigten homöopathischen Arzneimittels angeregt werden kann.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.