Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Hallux valgus – auch „Frostballen” oder „Großzehenballen” genannt

Definition:
In der westlichen Welt ist die Fehlstellung der Großzehe (Hallux valgus) eine der häufigsten Fußerkrankungen. Sie tritt oft an beiden Füßen gleichzeitig auf. Dabei knickt die Großzehe im Grundgelenk zur Fußaußenseite ab, die Großzehenspitze zeigt nach innen und überlagert bzw. verdrängt die zweite Zehe. Durch die Fehlstellung ändert sich die Zugrichtung der Sehnen und Muskeln, was zur Sehnenverkürzung führt und das Gelenk schädigt bzw. die Zehenbeweglichkeit schmerzhaft einschränkt.

Häufigkeit:
Der Hallux valgus betrifft in neun von zehn Fällen Frauen, vorwiegend in jüngerem und mittlerem Alter. In Ländern, in denen die Menschen barfuss laufen oder fußgerechte Sandalen tragen, kommt der Hallux valgus so gut wie nicht vor.

Ursache:
Die Entwicklung eines Großzehenballens wird begünstigt durch eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche und durch eine schwache Fußmuskulatur, in seltenen Fällen auch durch rheumatische Gelenkerkrankungen.
Hauptgrund für die über die Jahre erworbene Verformung des Zehengelenks ist das Tragen hochhackiger und im Vorfußbereich zu enger Schuhe, die die große Zehe in eine unnatürliche, stark abgewinkelte Position zwingen, was u.a. die Fußmuskulatur schwächt. Übergewicht und langes Stehen begünstigen die Zehenfehlstellung.

Diagnose:
Die Vorwölbung des häufig durch eine Hornhautschwiele bedeckten Großzehenballens ist mit bloßem Auge erkennbar. Ist der Schleimbeutel entzündet, wird das Gelenk sehr druckempfindlich. Grad der Fehlstellung und des Gelenkverschleißes können mit Hilfe von Röntgenaufnahmen beurteilt werden.

Symptome:
Die ständige Fehlbelastung nutzt die Gelenke vorzeitig ab und kann zu folgenden schmerzhaften Beschwerden im Bereich des Großzehengrundgelenks führen:
Hühneraugen
Schwielen
Schleimbeutelentzündung
Arthrose

Wird beim Gehen, Stehen oder Laufen eine Schonhaltung eingenommen, kann es zum Beispiel auch zu Rückenschmerzen durch eine Fehlhaltung der Wirbelsäule kommen oder zu Hüft- bzw. Knieschmerzen.

Tipps zur Vorbeugung bzw. Linderung der Beschwerden:
Bequeme, flache Schuhe mit weichem Obermaterial tragen, keine engen Strümpfe
Barfuß gehen und Fußgymnastik zur Stärkung der Fußmuskulatur
Regelmäßige Krankengymnastik (Spiraldynamik) zur Stärkung des Fußgewölbes
Individuell angefertigte Einlagen verwenden, die das Quer- und Längsgewölbe des Fußes unterstützen
Tragen einer Nachtschiene, die die Zehen während der Nacht in ihrer natürlichen Stellung halten
Anwendung einer dynamischen Hallux-valgus-Schiene zur Schmerzlinderung und Korrektur der Großzehenfehlstellung im Schuh (möglichst in Kombination mit Einlagen) und auch nachts
Behandlung einer schmerzhaften Ballenentzündungen mit kühlenden Umschlägen
Operation bei schweren Fällen, um Schmerzen und Folgeerkrankungen z.B. der Wirbelsäule zu vermeiden


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.