Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Glomerulonephritis
– eine Erkrankung der Nierenkörperchen

Definition:
Unter Glomerulonephritis fasst man Nierenerkrankungen mit entzündlichen Veränderungen der Nierenkörperchen (Glomeruli) zusammen. Die Glomeruli filtern das Blut und reinigen es von Schadstoffen und unerwünschten Abbauprodukten des Stoffwechsels. Eine Entzündung dieser Glomeruli wird durch bestimmte Immunreaktionen verursacht und tritt immer an beiden Nieren auf. Bei manchen Formen ist die Nierenfunktion kaum eingeschränkt, bei anderen kann es innerhalb weniger Tage oder Wochen zum Totalversagen der Niere kommen.

Ursache:
Mehr als drei Viertel aller Fälle werden durch das eigene Immunsystem ausgelöst. Dabei bildet der Organismus Antikörper gegen bestimmte Strukturen der Basalmembran der Glomeruli oder gegen in den Körper eindringende Bakterien bzw. fremde Eiweiße, wodurch körpereigenes Gewebe angegriffen und zerstört wird. Auch genetische Faktoren werden als Ursache diskutiert. Eine Glomerulonephritis kann ebenso als Begleiterscheinung von anderen Krankheiten, der langfristigen Einnahme mancher Schmerzmittel oder nach Drogenmissbrauch auftreten.

Diagnose:
Hinweise auf eine Entzündung der Nierenkörperchen kann man erhalten durch Urinuntersuchung, Blutuntersuchung, mit Hilfe von Testverfahren auf spezifische Antikörper, durch Ultraschalluntersuchung der Nieren oder evtl. auch durch Blutgerinnungsprüfung.

Symptome:
Eine Glomerulonephritis kann in jedem Lebensalter auftreten. Oft verläuft sie ohne erkennbare Symptome und wird häufig erst spät erkannt. Die Niere kann die Schädigung der Glomeruli sehr lange kompensieren. Die gestörte Filterfunktion kann man an folgenden Symptomen erkennen:
Proteinurie: Eiweiße treten aus den Glomeruli in den Harn über. Bei großen Mengen wird der Urin unter Umständen schaumig. Auch wichtige Antikörper können auf diesem Weg verloren gehen, was zu einer Abwehrschwäche gegen Mikroorganismen führen kann. Ebenso können wichtige Bestandteile des Blutgerinnungssystems verloren gehen, was eine erhöhte Blutungsneigung zur Folge hat.
Hämaturie: Im Urin befinden sich rote Blutkörperchen.
Ödeme: Der Eiweißverlust führt zu Wassereinlagerungen im Gewebe und macht sich oft zuerst durch eine morgendliche Schwellung der Augenlider bemerkbar. Danach können auch die Beine geschwollen sein. Die Urinausscheidung sinkt.
Bluthochdruck: Aufgrund des verminderten Blutvolumens werden arterielle Blutgefäße verengt und es entwickelt sich ein Bluthochdruck.
Gestörter Säure-Basen-Haushalt: Wichtige Salze im Körper, z.B. Natrium und Kalium, befinden sich nicht mehr in den richtigen Mengenverhältnissen im Organismus.

Behandlungstipps:
Eine ursächliche Behandlung ist meist nicht möglich - lediglich die Symptome und Folgeerscheinungen können behandelt werden:
Senkung des Bluthochdrucks, da dieser die Nierenschädigung noch verstärkt
Körperliche Schonung
salz- und eiweißarme Ernährung
Entwässernde Maßnahmen
regelmäßige Kontrolle der Nieren- und Blutwerte


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.