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Definition:
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Gicht ist eine Stoffwechselstörung, bei der der Harnsäurespiegel im Blut ansteigt und es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen insbesondere in Gelenken und Nieren kommt.
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Ursache:
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In 95 Prozent aller Fälle liegt der erhöhten Harnsäurekonzentration im Blut eine Nierenfunktionsstörung zugrunde. Bei der primären Gicht ist die Stoffwechselstörung genetisch bedingt. Bei der sekundären Form verursachen verschiedene Begleiterkrankung den erhöhten Harnsäurespiegel.
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Häufigkeit:
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Männer sind wesentlich häufiger betroffen als Frauen. In den Industriestaaten haben etwa 20 Prozent der Männer einen erhöhten Harnsäurespiegel. Überdurchschnittlich häufig leiden Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Fettstoffwechselerkrankungen an Gicht.
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Diagnose:
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Durch eine Blutuntersuchung kann ein erhöhter Harnsäurespiegel nachgewiesen werden.
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Akuter Gichtanfall:
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Der akute Gichtanfall, egal ob bei primärer oder sekundärer Gicht, entsteht durch Ausfallen kristalliner Harnsäure in einem Gelenk. Meist kommt es nachts zu einer akuten Entzündung bevorzugt des Großzehengrundgelenkes mit starken Schmerzen, Schwellung, Rötung und Erwärmung, evtl. mit Fieber. Nach einigen Tagen klingt der akute Anfall spontan wieder ab. Ein akuter Gichtanfall kann ausgelöst werden durch ein Übermaß an Essen, Alkohol, Streß und körperliche Anstrengung sowie durch extremes Fasten und bestimmte Medikamente.
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Chronische Gicht:
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Bei dauerhaft überhöhten Harnsäurewerten treten vermehrt akute Gichtanfälle auf und es drohen bleibende Gelenkschäden. Es besteht eine erhöhte Gefahr von Nierensteinen bzw. einer Gichtniere.
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Behandlungsmöglichkeiten/Tipps:
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Am wichtigsten ist eine purinarme Ernährung. Purine sind Bestandteile der Erbsubstanz DNS. Beim Abbau von toten Zellen im Körper werden u.a. die Purine über das Blut abtransportiert. Auch pflanzliche und tierische Zellen enthalten Purine in ihren Erbinformationen, wir nehmen folglich mit der Nahrung weitere Purine in uns auf. In tierischen Zellen sind mehr Purine enthalten als in pflanzlichen, in Innereien mehr als in Muskelfleisch. Empfehlenswert sind folglich vegetarische Lebensmittel (mit Ausnahme von Hülsenfrüchten und Nüssen).
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Die Neigung zu einem erhöhten Harnsäurespiegel kann nicht ursächlich behandelt werden, durch eine purinarme Ernährung mit mehreren kleinen Mahlzeiten täglich und Vermeiden von Übergewicht kann man den Harnsäurespiegel in den allermeisten Fällen im Normbereich halten. Da Alkohol die Ausscheidung von Purinen hemmt, sollte darauf verzichtet werden, v.a. Bier ist zu meiden. Um die Nieren gut zu spülen sollten täglich mindestens 2 Liter Wasser oder Tee getrunken werden.
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Während eines akuten Gichtanfalls helfen Kühlung und Hochlagerung des betroffenen Gelenkes sowie die Gabe des homöopathischen Konstitutionsmittels.
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Lässt sich der Harnsäurespiegel im Blut mittelfristig nicht im Normbereich halten, kann auf schulmedizinische Medikamente nicht verzichtet werden.
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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