Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Das Ganglion – auch „Überbein” genannt

Definition:
Als Ganglion bezeichnet man eine mit Flüssigkeit gefüllte Kammer im Bereich eines Gelenks, die eine zähe, klare, flüssige Masse enthält und die in Verbindung mit der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide steht. Am häufigsten tritt das Ganglion an der Streckseite sowie an der Beugeseite des Handgelenkes auf. Außerdem findet es sich nicht selten an den Fingergrundgliedern sowie an den Mittel- und Endgliedern der Finger.

Häufigkeit:
Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Die meisten Erkrankungen liegen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.

Ursachen:
Grundursache scheint eine vermehrte Bildung von Gelenkflüssigkeit zu sein, die aufgrund einer angeborenen Störung oder einer entwicklungsbedingten Veränderung im Kapselbandapparat durch Überbelastung bzw. durch chronische Reizzustände stattfindet.

Aufgrund der vermehrt gebildeten neuen Gelenkflüssigkeit reißt vermutlich die Gelenkkapsel oder die Sehnenscheide und die Gelenkflüssigkeit bricht, ausgehend von der Grenzschicht zwischen Gelenkknorpel und Gelenkkapsel, in einer Zyste in das umliegende Weichteilgewebe ein. Die Zyste bleibt als stielförmiger Auswuchs mit der Gelenkkapsel verbunden. Ein bereits bestehendes Ganglion kann durch vermehrte Bewegung noch verstärkt werden.

Symptome:
Die Symptome eines Ganglions können sich unterschiedlich darstellen. In manchen Fällen ist es äußerlich nicht erkennbar, häufig ist es aber als prallelastische, meist erbsen- bis kirschgroße Schwellung gut sicht- und tastbar. Zum größten Teil ist ein Ganglion berührungs- oder druckempfindlich.

Diese gutartige Weichteilschwellung kann keine Beschwerden oder auch heftigste Schmerzen verursachen und evtl. auch Bewegungseinschränkungen am betroffenen Gelenk zur Folge haben. Besonders an den Fingern besteht Druckempfindlichkeit. Die Beweglichkeit und die Griffstärke der Hand können eingeschränkt sein. Drückt das Ganglion auf Nerven, so entstehen Taubheitsgefühl und Kribbeln. Am Knie tritt das Ganglion an der Kniekehle auf; bei Betreff des Fußes ist die Schwellung am Fußrücken lokalisiert.

Diagnose:
Die Diagnose wird durch die Form und den Ort des Auftretens gestellt. Das Ganglion ist bei der Untersuchung meist tastbar. Die Haut darüber ist verschiebbar, auf der gegenüber liegende Seite besteht eine Verbindung zur Gelenkkapsel oder der Sehnenscheide. Eine Ultraschalluntersuchung kann die Verdachtsdiagnose bestätigen.

Behandlung:
Wenn ein Ganglion keine oder nur mäßige Beschwerden verursacht, kann man häufig eine Rückbildung des Ganglions erreichen:
Ruhigstellung der betroffenen Region
Bewegungen mit Überlastung des betroffenen Gelenks meiden
Handgelenkschoner bzw. Fußbandage tragen bei unvermeidbarer schwerer Arbeit oder beim Sport
Entspannungsübungen bei andauernder Computerarbeit
Erholungsphasen für die Gelenke einplanen bei belastenden Tätigkeiten
Dehnungsübungen für die angespannte Muskulatur


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.