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Die für die Verdauung fettreicher Speisen wichtige Gallenflüssigkeit wird in der Leber gebildet, in der Gallenblase konzentriert und gespeichert und bei Bedarf in den Darm gepumpt. Über Darmschleimhaut und Blut werden die Gallensalze später wieder in die Leber zurückgeleitet. Gallensteine entstehen durch ein Ungleichgewicht löslicher Stoffe in der Galle und können sowohl in der Gallenblase als auch in den Gallengängen Abflussstörungen und Reizungen hervorrufen.
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Häufigkeit:
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Etwa 10 - 15 % der Bevölkerung in westlichen Industrieländern sind Gallensteinträger, wobei Frauen erheblich häufiger betroffen sind als Männer. Etwa 75 Prozent der Patienten haben keine Beschwerden.
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80 % der Gallensteine sind Cholesterinsteine (ernährungsabhängig), etwa 20 Prozent sind Pigment- oder Bilirubinsteine (ernährungsunabhängig).
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Risikofaktoren für die Entstehung von Gallensteinen:
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Übergewicht
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Diabetes mellitus
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schnelle Gewichtsabnahme
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ballaststoffarme Ernährung mit chronischer Verstopfung und Bewegungsmangel
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hoher Cholesterinspiegel
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Hormonelle Einflüsse wie z.B. Östrogen, Schwangerschaft, Antibabypille
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familiäre Vorbelastung
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Alter
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entzündliche Darmerkrankungen bzw. Dünndarmoperationen
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schwere Lebererkrankungen, Infektionen der Gallenwege bzw. -blase
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verminderte Beweglichkeit der Gallenblase
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Störung der Nebenschilddrüsen
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Symptome:
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Behindern Gallensteine den Abfluss der Galle, kann es plötzlich zu heftigen Bauchschmerzen und Entzündungen kommen. Diese Koliken treten besonders nach fettreichem Essen oder nachts auf und sind häufig begleitet von Völlegefühl, Blähungen und Übelkeit bzw. Erbrechen. Hierbei kommt es zu einem sich anfallartig steigerndem Druckschmerz im rechten Oberbauch, der auch in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen kann. Eine Gallenkolik kann mit hoher Intensität über 30 Minuten bis zu fünf Stunden andauern.
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Mitunter tritt in den folgenden Tagen eine leichte Gelbsucht mit Gelbfärbung der Lederhaut der Augen und Dunkelfärbung des Urins auf. Der Stuhl der Erkrankten ist häufig entfärbt, da die Gallenfarbstoffe im Stuhl fehlen. Außerdem leiden die Betroffenen oft unter so genannten Fettdurchfällen, da durch den Mangel an Gallenflüssigkeit der Fettabbau gestört ist.
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Diagnose:
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Neben den typischen Beschwerden kann häufig über der Gallenblase ein Klopfschmerz festgestellt werden. Ultraschalluntersuchung, Magen-/Darmspiegelung und Blutuntersuchung können das Vorhandensein und die Lage der Steine anzeigen.
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Behandlung:
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Solange keine Beschwerden auftreten, ist keine Behandlung erforderlich, allerdings bei gehäuftem Auftreten von Gallenkoliken wird meist eine Operation durchgeführt.
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Tipps zur Vorbeugung von Gallensteinen:
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Bei übergewichtigen Personen ist eine langsame Gewichtsreduktion zu empfehlen. Keinesfalls Nulldiäten durchführen, sondern auf eine regelmäßige Ernährung achten, bei der die Gallenblase regelmäßig aktiv ist. Allgemein wichtig ist, auf eine gesunde (also fettarme, ballaststoffreiche) Ernährung zu achten und die Blutfettwerte (v.a. Cholesterin) kontrollieren zu lassen.
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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