Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Die Gallenblasenentzündung – Cholezystitis

Definition:
Die für die Verdauung fettreicher Speisen wichtige Gallenflüssigkeit wird in der Leber gebildet, in der Gallenblase konzentriert und gespeichert und dann bei Bedarf in den Darm gepumpt. Über die Darmschleimhaut und das Blut werden die Gallensalze später wieder in die Leber zurückgeleitet. Bei einem Ungleichgewicht löslicher Stoffe in der Galle können sich Gallensteinchen bilden und Abflussstörungen in den Gallengängen hervorrufen. Es kann ein Rückstau der Gallenflüssigkeit mit Druckerhöhung in der Gallenblase entstehen, wodurch die Gallenblasenwand sowohl mechanisch als auch chemisch gereizt wird und sich dort Bakterien ansiedeln können.

Häufigkeit:
Etwa 10 - 15 % der Bevölkerung in westlichen Industrieländern sind Gallensteinträger, wobei Frauen erheblich häufiger betroffen sind als Männer. Etwa 75 Prozent der Gallensteinträger haben keine Beschwerden.

Diagnose:
Neben den typischen, kolikartigen Schmerzen, die vor allem nach einer fettreichen Mahlzeit oder nachts auftreten, kann häufig über der Gallenblase ein Klopfschmerz festgestellt werden. Ultraschalluntersuchung, Magen-/Darmspiegelung und Blutuntersuchung können das Vorhandensein bzw. die Lage von Steinen anzeigen.

Symptome:
Im Falle einer akuten Gallenblasenentzündung klagen die Betroffenen über anfallartig steigenden, stechenden Druckschmerz im rechten Oberbauch, der auch in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen kann. Eine Gallenkolik kann mit hoher Intensität über 30 Minuten bis zu fünf Stunden andauern. Nicht selten werden die Koliken von Fieber, Schüttelfrost, Völlegefühl, Blähungen und Übelkeit bzw. Erbrechen begleitet. In schweren Fällen besteht die Gefahr, dass die Gallenblase einreißt und als Folge eine Bauchfellentzündung auslöst.
Nach einer Gallenkolik tritt mitunter in den folgenden Tagen eine leichte Gelbsucht mit Gelbfärbung der Lederhaut der Augen und Dunkelfärbung des Urins auf. Der Stuhl der Erkrankten ist häufig entfärbt, da die Gallenfarbstoffe im Stuhl fehlen. Außerdem leiden die Betroffenen oft unter so genannten Fettdurchfällen, da durch den Mangel an Gallenflüssigkeit der Fettabbau gestört ist.
Im Falle einer chronischen Gallenblasenentzündung zeigen sich dumpfe anhaltende oder auch an- und abschwellende Schmerzen im rechten Oberbauch, häufig begleitet von unspezifischen Verdauungsbeschwerden.
Das gehäufte Auftreten von Gallenblasenentzündungen kann das Risiko einer Krebsentstehung erhöhen.

Tipps zur Vorbeugung:
bei übergewichtigen Personen langsame Gewichtsreduktion (keine Nulldiäten!)
auf regelmäßige, fettarme, ballaststoffreiche Ernährung achten
Meiden von Lebensmitteln mit hohem Cholesteringehalt
regelmäßig Cholesterinwerte kontrollieren lassen
ausreichend Flüssigkeit aufnehmen
viel bewegen


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.