Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Fruchtzuckerunverträglichkeit
– Fructosemalabsorption

Definition:
Die intestinale Fructoseintoleranz ist eine erworbene Fruchtzuckerunverträglichkeit, die durch andauernde Belastungen z. B. falsche Ernährung, Umweltgifte, Dauerstress, langfristige Einnahme von Medikamenten usw. ausgelöst werden kann. Es handelt sich um eine Stoffwechselstörung, nicht um eine Allergie, d.h. es tritt keine Immunreaktion auf - die Beschwerden können noch Stunden nach dem Essen auftreten.

Häufigkeit:
Drei von zehn Personen leiden an Fruchtzuckerunverträglichkeit, allerdings haben nur ca. die Hälfte der Betroffenen so starke Symptome, dass sie diese als sehr belastend empfinden.

Ursache:
Die Fructose aus der Nahrung wird normalerweise mit Hilfe bestimmter Enzyme durch die Dünndarmwand transportiert und gelangt dann ins Blut. Bei Fructoseintoleranz liegt eine Störung dieses Transportsystems vor, so dass die Fructose im Dickdarm von Bakterien abgebaut wird, was entsprechende Symptome hervorrufen kann.

Symptome:
Die Beschwerden sind abhängig von der verzehrten Fruchtzuckermenge und der individuellen Toleranzschwelle.
Typische Beschwerden nach dem Verzehr fruktosehaltiger Nahrungsmittel sind:
Bauchgeräusche, Unterbauchkrämpfe, Blähungen und Durchfälle
Müdigkeit, Schlafstörungen und Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindel
Depression aufgrund von Tryptophanmangel im Blut und Heißhunger auf Süßes
Mangel an Folsäure und Zink sind möglich

Diagnose:
Eine Wasserstoff-Atemgas-Analyse gibt Aufschluss über eine Fructoseintoleranz.

Tipps:
Betroffene bemerken bei einer fructosearmen Ernährung eine deutliche Verbesserung der Beschwerden meistens innerhalb weniger Wochen. Meiden sollte man vor allem Produkte, in denen Fructose vermehrt enthalten ist, wie z.B.
Obst, Trockenfrüchte, Fruchtsäfte
Honig
Erdnüsse
Wein, Sekt
Gemüsearten mit einem höherem Fruktosegehalt, zum Beispiel Möhren, Brokkoli, Paprika oder Tomaten,
Zwiebel, Hülsenfrüchte, Kohl und Lauch (aufgrund des Zuckers Stachyose)
Diätprodukte mit Zuckerersatzstoffen wie Fruchtzucker, Sorbit (er blockiert das Transportsystem für Fructose), Isomalt, Inulin, Invertzucker
Haushaltszucker wird in der Regel bei intestinaler Fructose-Malabsorbtion vertragen. Auch wenn das Verhältnis von Glucose (Traubenzucker) und Fructose in einem Lebensmittel ausgeglichen ist bzw. mehr Glucose als Fruchtzucker enthält, ist es meist besser verträglich. Fruchtzuckerhaltiges Obst kann durch gleichzeitigen Verzehr von Traubenzucker bekömmlicher sein.
Empfehlenswert ist es, so viel Gemüse wie möglich zu essen, Obst über den Tag auf kleine Portionen zu verteilen, am besten als Nachtisch und Säfte wie Orangen-, Bananen- oder Grapefruitsaft 1:10 mit Wasser zu verdünnen. Die Süßstoffe Acesulfam, Aspartam, Cyclamat, Saccharin sind in geringen Maßen verträglich.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.