Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Gesichtslähmung – die Fazialisparese

Definition:
Eine Fazialisparese ist eine Lähmung des Gesichtsnervs, der für die Augen- und Stirnmuskeln sowie für die Wangen-, Nasen- und Mundmuskulatur und einen Muskel der Gehörknöchelchenkette zuständig ist. Auch die Speichel- und Tränensekretion sowie die Geschmacksempfindung des größten Teils der Zunge gehören in seinen Versorgungsbereich. Meist ist nur eine Gesichtshälfte von der Lähmung betroffen.

Häufigkeit:
Die Fazialisparese tritt mit einer Häufigkeit von 25 pro 100 000 Personen auf.

Ursachen:
Infektionen (Viren wie z.B. Herpesviren, Bakterien wie z.B. Borrellien)
Entzündungen, z.B. im Bereich der Ohrspeicheldrüse
Mechanische Schäden des Nervs durch Unfall oder Operation
Stoffwechselstörungen
Durchblutungsstörungen
Hirntumor
Schlaganfall

Diagnose:
Eine genaue Befragung zur Entstehung der plötzlichen Gesichtslähmung (Unfall, Infekt) sowie Begleiterkrankungen wird ebenso durchgeführt wie eine gründliche körperliche Untersuchung. Ist zum Beispiel das Stirnrunzeln bei Ausfall aller anderen Gesichtsmuskeln noch möglich, so spricht dies für eine Ursache im Gehirn und weitere technische Untersuchungen mit Kernspin etc. werden erforderlich. Herpesbläschen am Ohr oder am Gaumen bzw. an der Zunge sprechen für eine periphere Fazialislähmung.

Symptome:
Bei der peripheren Fazialislähmung ist die untere und obere Gesichtshälfte betroffen, d.h. die Stirnpartie ist glatt und faltenarm, die Augenbraue hängt leicht, der Augenschluss ist nicht mehr vollständig möglich, das Runzeln der Nase ist gestört, die Mundwinkelhebung ist eingeschränkt, die Tränensekretion am Auge und die Geschmacksempfindung der vorderen zwei Drittel der Zunge sind beeinträchtigt.
Bei der zentralen Fazialislähmung liegt die Schädigung im Großhirn oder Hirnstamm (z.B. Schlaganfall). Es ist überwiegend nur die untere Gesichtshälfte (Mund- und Wangenmuskulatur) betroffen, die Stirnmuskeln hingegen bleiben intakt.

Behandlung:
Schutz des Auges vor Austrocknung und vor äußeren Reizen durch Uhrglasverband und Augensalbe nachts - tagsüber gelegentlich künstliche Tränenflüssigkeit und Seitenschutzbrille, um Hornhautgeschwüre zu vermeiden
Regelmäßige Gesichtsmassagen und Bewegungsübungen der Gesichtsmimik vor dem Spiegel sind hilfreich, um fehlerhafte Mitbewegungen (z.B. des Augenschlusses bei Bewegung des Mundes) zu vermeiden. Diese Übungen sollten aber keinesfalls übertrieben werden, um die Gesichtsmuskulatur nicht ungleichmäßig zu trainieren.
Begleitende Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen müssen behandelt werden, um weitere Schäden zu vermeiden.
Eine periphere Fazialisparese kann auch mit dem individuell ausgewählten homöopathischen Einzelarzneimittel behandelt werden. Dies kann die Heilung beschleunigen.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.