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Definition:
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Normalerweise lernen Kinder im Alter zwischen drei bis fünf Jahren das Wasserlassen zu steuern. Das nächtliche, unwillkürliche Bettnässen ab einem Alter von fünf Jahren, normale Blasenfunktion vorausgesetzt, bezeichnet man als „verzögertes Trockenwerden” (Enuresis). Wichtig für die Definition ist, dass das Bettnässen über einen Zeitraum von drei Monaten zweimal monatlich bei Kindern unter sieben Jahren und mindestens einmal monatlich bei älteren Kindern auftritt.
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Häufigkeit:
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15 - 20 % der Fünfjährigen und 7 - 10 % der Sechsjährigen leiden an dieser Störung.
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Mögliche Ursachen:
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Erblich bedingte Faktoren
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Entwicklungsverzögerung
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Vermehrte nächtliche Urinproduktion bzw. -ausscheidung aufgrund von Hormonstörungen, evtl auch Zuckerkrankheit
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Ungewöhnliches Trinkverhalten, wie abends viel trinken
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Harnwegsinfektionen
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Funktionsstörungen des Blasenschließmuskels bzw. anatomische Fehlbildungen
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herabgesetzte Weckbarkeit des Kindes
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Psychische Störungen
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Stress, psychische Belastungen, Missbrauch
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Diagnose:
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Ein ausführliches Anamnesegespräch über die Familienverhältnisse und die Lebensumstände des betroffenen Kindes und die Beschreibung der Auffälligkeiten bzgl. des Wasserlassens stellen die Grundlage der Diagnosefindung dar. Des weiteren sollten körperliche Ursachen für das Bettnässen ausgeschlossen werden mit Hilfe von Urinuntersuchung und Ultraschalluntersuchung von Harnblase bzw. ableitender Harnwege.
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Hilfreich ist es meist auch, ein Protokoll über Zeitpunkt und Häufigkeit der Blasenentleerung zu führen. Hierbei werden Urin- und Trinkmengen des Kindes festgehalten sowie welche Gertränke das Kind getrunken hat. Außerdem sollte das Vorkommen von Bettnässen sowie evtl. Zusammenhänge mit tagsüber Erlebtem, Stuhlgang etc. notiert werden. Bei der Erstellung dieses Protokolls kann es von Vorteil sein, wenn das Kind die Dokumentation malerisch begleiten darf.
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Behandlungstipps:
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Wichtig ist es, das Kind weder zu bestrafen noch ihm einen Vorwurf zu machen. Druck könnte das Problem noch verstärken.
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Verhaltenstherapie mit Beeinflussung der Motivation des Kindes in angenehmem Umfeld sowie Blasentraining können helfen, das Bettnässen in den Griff zu bekommen. Das Kind sollte sich für das Thema verantwortlich fühlen und den Erfolg der getroffenen Maßnahmen selbst beurteilen. Vorteilhaft ist es, das Kind bei Erfolg zu belohnen, es bei Misserfolg aber nicht zu bestrafen. Dies hilft, die gewünschten Verhaltensveränderungen zu erkennen. Der Toilettengang sollte in Ruhe erfolgen. Regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme ist sehr wichtig. Das Führen eines Tagebuches bzgl. des Trink- bzw. Wasserlassenverhaltens ist sehr erfolgversprechend.
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Auch eine sog. Klingelhose kann helfen, das Kind zur Trockenheit zu erziehen, indem das Kind bei Einnässen durch das Geräusch geweckt wird.
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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