Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Durchfallerkrankungen

Definition:
Von Durchfall (Diarrhö) spricht man, wenn ein Patient häufiger als drei Mal am Tag Stuhlgang hat mit verminderter Stuhlkonsistenz, flüssigem Stuhl oder deutlich vermehrter Stuhlmenge. Durchfall kann als Symptom bei ganz unterschiedlichen Erkrankungen vorkommen.

Mögliche Ursachen für plötzlich einsetzenden, akuten Durchfall:
Lebensmittelvergiftung, v.a. durch mit Salmonellen verunreinigte Lebensmittel wie nicht ausreichend erhitztes Fleisch, Eierprodukte und vor allem Softeis. Hier führen bakterielle Giftstoffe meist nur wenige Stunden nach dem Verzehr zu Durchfällen, die mit Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfen einhergehen können. Auch mit Bakterien infiziertes Trinkwasser kann zu Durchfall führen.
Viren, häufig bei Kindern sind v.a. Rotaviren und Adenoviren, bei Erwachsenen meist Noroviren (heftiger Brechdurchfall).
Parasiten, v.a. nach Aufenthalt in tropischen und subtropischen Ländern
Nahrungsmitteltunverträglichkeiten, z.B. Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz
Medikamente, z.B. Antibiotika, Abführmittel
Stress bzw. psychische Probleme (Reizdarmsyndrom)

Mögliche Ursachen für chronischen Durchfall, der länger als 2 Wochen dauert:
Eine chronische Diarrhö kann ein Hinweis auf schwerwiegende Erkrankungen sein und sollte deshalb immer sorgfältig abgeklärt werden.
Infektionen durch Bakterien, Viren oder Parasiten v.a. bei abwehrgeschwächten Patienten (durch HIV-Infektion, Chemotherapie)
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, z.B. Morbus Crohn (mit Bauchschmerzen, Gewichtsstillstand oder -verlust) und Colitis ulcerosa (mit meist blutigen Durchfällen)
Glutenunverträglichkeit
Hormonelle Ursachen, häufig eine Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenkrebs oder andere Krebsformen, die zur erhöhten Hormonausschüttung führen
Paradoxer Durchfall (Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall), meist aufgrund einer Engstelle im Darm, wodurch bakterielle Zersetzungsprozesse oberhalb der Engstelle begünstigt und so eine Verflüssigung des Stuhls begünstigt werden

Diagnose:
Neben einer genauen Befragung sind oft auch Stuhl- und Blutuntersuchung sowie weitergehende Untersuchungen mit technischen Hilfsmitteln notwendig.

Behandlungstipps:
unbedingt auf reichlich Flüssigkeits- und Mineralstoffzufuhr achten - v.a. bei Säuglingen, Kleinkinder und älteren Menschen (Austrocknungsgefahr!). Gut geeignet sind hier Wasser ohne Kohlensäure, Kräutertee oder Elektrolyt-Lösungen.
strenge Hygienemaßnahmen im Fall von Infektionen, z.B. häufiges Händewaschen, Kontakt zu Erbrochenem und Stuhl infizierter Personen meiden, bei der Zubereitung von Lebensmitteln auf Sauberkeit achten und diese entsprechend kühlen und kurzfristig verzehren. Übertragungswege an andere Personen beachten
bei Durchfällen, die durch Medikamente ausgelöst werden, den Arzt auf den möglichen Wechsel auf ein anderes Präparat ansprechen
bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Ernährung umstellen
bei einer chronischen Durchfallerkrankung die zugrundeliegende Erkrankung behandeln


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.