Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Drogengefährdung bei Kindern und Jugendlichen

In der Pubertät müssen Jugendliche lernen, selbständig mit Krisen im Freundeskreis, in der Familie oder in der Schule umzugehen. Die Versuchung ist groß, vor Lebensproblemen in Drogenkonsum zu flüchten. Die Eltern müssen in dieser Lebensphase besonders wachsam sein und ihr Kind so stärken, damit es nicht in eine Abhängigkeit gerät und die Drogenbeschaffung zur zentralen Lebensbeschäftigung wird. Die Einnahme von Drogen kann die Persönlichkeit des Menschen sehr verändern und zu schweren psychischen Störungen führen.

Folgende Merkmale können auf Drogengebrauch hinweisen:
Gereiztes, aggressives oder zurückgezogenes Verhalten
ein radikal veränderter Freundeskreis oder neue Freizeitaktivitäten
plötzliches Absinken der Schulleistungen auf allen Gebieten
allgemeine Entzugserscheinungen wie Händezittern, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Unruhe und Unsicherheit, Wechsel zwischen passiver Ruhe und nervöser Rastlosigkeit.
plötzlich höhere Ausgaben

Mögliche Ursachen von Drogenabhängigkeit:
Gefühl, von seiner Familie nicht anerkannt zu werden
Krisensituationen
Prägung durch Familie und soziales Umfeld
genetische Veranlagung
Konsum während Computerspielen, Fernsehen
Gruppenzwang in der Clique

Was Eltern tun können:
Kinder lernen durch die Partnerschaft der Eltern, wie sie sich verhalten, wie sie ihre Schwierigkeiten überwinden, wie sie sich Wünsche und Erwartungen erfüllen oder versagen. Wichtig ist es, in der Erziehung übereinstimmend mit dem Partner zu handeln und die Kinder Differenzen nicht spüren zu lassen.
Kinder brauchen Sicherheit und ein gesundes Selbstwertgefühl. Für jedes Kind ist es wichtig, dass altersgemäße Freiräume vorhanden sind, die eine Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit ermöglichen. Die Eltern sollten liebevoll, aber konsequent klare Grenzen festlegen. Eltern, die ihren Kindern alles abnehmen, keinen Verzicht fordern, sie nur gewähren lassen, Wünsche sofort erfüllen usw., gefährden die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Unklare Grenzen, insbesondere inkonsequentes und uneiniges Elternverhalten führt zu Verunsicherung und zu mangelnder Eigenverantwortlichkeit.
Bei Jugendlichen, bei denen die Eltern keinen Einfluss mehr haben und die nur noch ausgenützt werden, müssen die Eltern ihrem Kind die Verantwortung für sich selbst überlassen. Allerdings sollten dabei Grenzen durch die Eltern festgelegt werden: der Jugendliche muss seine Pflichten im Zusammenleben kennen, nicht nur seine Rechte. Der Jugendliche muss die negativen Konsequenzen seines Tuns alleine tragen, um durch den spürbaren Druck eine Änderung zu ermöglichen.
Erziehung zur Unabhängigkeit ist die beste Voraussetzung für die Kinder, nicht abhängig zu werden. Nicht nur das Suchtmittel allein macht abhängig, es muss auch eine seelische Bereitschaft dazu vorhanden sein. Kinder, die sich geborgen fühlen und ernst genommen werden, haben ein größeres Selbstvertrauen, sie können eher „Nein” sagen gegenüber einem Drogenkonsum im Gruppenzwang.
Eltern sollten immer wieder ganz offen ihre Befürchtungen und Ängste bei ihren Kindern ansprechen und deren Reaktion beobachten.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.