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Definition:
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Ein Dekubitus (Druckgeschwür durch „Wundliegen”), ist eine örtlich begrenzte Schädigung der Haut bzw. des darunter liegenden Gewebes aufgrund erhöhter Druckbelastung. Die offene Stelle kann als Eintrittspforte für Keime dienen.
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Ursache:
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Eine länger anhaltende Druckbelastung drückt die kleinen Blutgefäße in dem betroffenen Gewebe zusammen, so dass es schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und sich sauere Stoffwechselprodukte ansammeln. Dadurch stirbt das Gewebe ab bzw. Nervenzellen werden endgültig geschädigt. Der Körper reagiert mit einer Weitstellung der Gefäße in dem betroffenen Hautgebiet, so dass dieses stärker durchblutet wird. Die bleibende Rötung ist ein erstes Warnzeichen, das noch kaum Beschwerden macht, aber die betroffene Stelle kann sich im Laufe der Zeit zu einer tiefen Wunde bis auf den Knochen entwickeln.
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Symptome:
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Betroffen sind meist ältere, bettlägerige und in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Personen. Normalerweise meldet der Körper über das Nervensystem Schmerzen, die durch zuviel Druck ausgelöst werden. Dies führt unwillkürlich zu druckentlastenden Bewegungen. Sind allerdings die entsprechenden Nerven geschädigt (z.B. bei Zuckerkrankheit) oder betäubt (z.B. durch Schmerz- oder Betäubungsmittel), funktioniert diese Schutzreaktion nicht mehr.
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Generell sind besonders die Körperstellen gefährdet, an denen die Haut direkt über dem Kochen liegt.
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Risikofaktoren:
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ständig feuchte Haut aufgrund von Schweiß, Wundsekret, Urin oder Stuhl
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Hautverletzungen, z.B. aufgrund von Scherkräften, Reibung oder zu extremen Temperaturen, (wie beispielsweise durch Fönen feuchter Hautstellen oder durch Eisauflagen), die oft aufgrund von Nervenschäden nicht als schmerzhaft empfunden werden
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schlechter körperlicher Allgemeinzustand, z.B. aufgrund von Mangelernährung, Abwehrschwäche, Infektionen
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Durchblutungsstörungen, z.B. aufgrund von Herzschwäche, zu niedrigem Blutdruck oder Blutarmut
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zu niedriges oder zu hohes Körpergewicht
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Eiweissverlust
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Tipps zur Vermeidung des Wundliegens:
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so viel wie möglich selbst bewegen und das Körpergewicht möglichst günstig verteilen
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fehlende Flüssigkeit ergänzen, ausreichend trinken
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auf ausgewogene Vitamin- und Nährstoffreiche Ernährung achten
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soweit wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und mit anderen Menschen zusammentreffen
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gefährdete Hautstellen regelmäßig auf nicht wegdrückbare Rötungen hin kontrollieren und Falten der Unterlage vermeiden
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geeignete Hautpflege zur Verminderung von Scher- und Reibekräften
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die Haut sauber, intakt und trocken halten, regelmäßige Wundreinigung und Infektionsbekämpfung
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Krankengymnastik zur Durchblutungsförderung
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Richtiges Lagern und regelmäßiges Umlagern: keinesfalls länger als zwei Stunden ohne Lagewechsel im Bett liegen oder im Stuhl sitzen - druckverteilende Hilfsmittel aus dem Sanitärhandel sind höchst hilfreich, z.B. Wechseldruckmatratzen
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Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
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