Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Darmdivertikel
– wenn der Darm sich ausstülpt

Definition:
Darmdivertikel sind kleine, sackförmige Ausstülpungen der Darmwand, meist in der Größe von einem halben bis mehreren Zentimetern. Besonders häufig kommen sie im Sigma vor, dem vorletzten Abschnitt des Dickdarms im linken Unterbauch. Vor allem treten Divertikel an bestimmten Schwachstellen in der Darmwand auf, z.B. an den Eintrittspunkten der Blutgefässe in den Darm. Eine spontane Rückbildung der Divertikel ist ausgeschlossen.
Bei den echten Divertikeln stülpt sich die gesamte Darmwand inklusive der Muskelschicht nach außen, bei den falschen oder Pseudodivertikeln nur die Schleimhaut.

Häufigkeit:
Die Anzahl der Divertikel-Erkrankungen nimmt mit dem Alter zu. Bei etwa 30 % der über 60 jährigen können Divertikel nachgewiesen werden, bei den über 80 Jährigen hat etwa jeder Zweite Divertikel im Darm.
Kommen diese Ausstülpungen nicht vereinzelt, sondern in größerer Anzahl vor, spricht man von einer Divertikulose. Sie gehört zu einer der häufigsten Zivilisationskrankheiten in der westlichen Welt.

Ursache der Divertikelbildung:
Divertikel können angeboren sein oder aufgrund einer Bindegewebsschwäche bzw. aufgrund von altersbedingten Darmwandveränderungen entstehen.
Die faser- und ballaststoffarme Ernährung unserer westlichen Zivilisation hat häufig chronische Verstopfung zur Folge. Wahrscheinlich werden die Divertikel durch erhöhten Druck im Darm, z.B. durch vermehrtes Pressen beim Stuhlgang, hervorgerufen. Eine Störung der Nervenversorgung der Muskulatur scheint ebenfalls eine Ursache zu sein

Symptome:
Bei ca. 80 % der Betroffenen verursachen die Divertikel keine Beschwerden.
In ca. jedem zehnten Fall kommt es zur Entzündung eines oder mehrerer dieser Divertikel (Divertikulitis). Darminhalt sammelt sich im Divertikel und verhärtet. Die Schleimhaut entzündet sich und führt zu folgenden möglichen Beschwerden:
Schmerzen im Bauchbereich links unten
Temperaturerhöhung
Übelkeit, Erbrechen
unregelmäßiger Stuhl
Darmblutungen
allgemeines Krankheitsgefühl
Häufen sich mehrere Entzündungen im selben Darmabschnitt, besteht aufgrund von narbigen Schrumpfungen die Gefahr einer Darmverengung, was wiederum die Verstopfung verstärken kann.
Gefährlich wird eine Divertikulitis, wenn die Entzündung die Darmwand zerstört und in den Bauchraum durchbricht.

Diagnose:
Divertikel werden meist im Rahmen einer Routineuntersuchung wie z.B. Darmspiegelung, Ultraschalluntersuchung etc. festgestellt. Haben sich ein oder mehrere Divertikel entzündet, ist ein Druckschmerz im linken Unterbauch feststellbar.

Tipps zur Vorbeugung einer Divertikelentzündung:
Bei bestehenden, nicht entzündeten Divertikeln ist es sehr empfehlenswert, auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten sowie Gemüse und Obst zu achten und den Darm durch vermehrte körperliche Aktivität anzuregen. Wichtig ist es, viel zu trinken, mindestens 2 - 2,5 Liter pro Tag, um Verstopfung vorzubeugen. Auf regelmäßigen Stuhlgang (Vermeidung von Verstopfung) sollte geachtet werden.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.