Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Fingergelenkarthrose:
Bouchard Knoten / Heberden Knoten

Definition:
Bei der Fingergelenkarthrose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung meist mehrerer Fingergelenke (vom Zeigefinger bis zum Kleinfinger) an beiden Händen gleichzeitig. Der Befall ist oft symmetrisch. Bei der Bouchard Arthrose weisen die Fingermittelgelenke knöcherne Auftreibungen auf der Handrückenseite auf. Bei der Heberden Arthrose erkennt man auf der Handrückenseite an den Fingerendgelenken zweihöckrige, knorplig-knöcherne Wucherungen der Basis der Fingerendglieder.

Häufigkeit:
Oft geht die Heberdenarthrose mit einer Bouchard-Arthrose einher. Im 60. Lebensjahr leiden ca. 50 % der Frauen und 40 % der Männer an einer Form der Fingergelenkarthrose; bei Heberdenarthrosen sind Frauen 10mal häufiger betroffen als Männer. Die Bouchard-Arthrose ist deutlich seltener als die Heberden Arthrose.

Ursache:
Man vermutet sowohl erblich bedingte als auch hormonelle Faktoren als Ursache der Fingergelenkarthrose, da Frauen in den Wechseljahren am häufigsten betroffen sind. Mechanische Belastung wie z.B. Schreibmaschinenschreiben spielen selten eine Rolle.

Diagnostik:
Eine Heberden- oder Bouchard-Arthrose lassen sich neben den typischen äußerlichen Merkmalen in der Regel eindeutig durch eine Röntgenaufnahme feststellen.

Symptome und Verlauf:
Zunächst bestehen nur Morgensteifigkeit in den betroffenen Gelenken, dann flüchtige Bewegungsschmerzen und später tritt ein Ruheschmerz hinzu. Die befallenen Gelenke sind häufig druckschmerzhaft und kälteempfindlich. Außerdem können schubförmige Gelenkentzündungen auftreten. Das Gelenk schmerzt dann verstärkt, schwillt an und wird warm. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine deutliche Bewegungseinschränkung und eine Deformierung der Gelenke erkennbar.

Therapie:
Regelmäßige warme Handbäder, Schlammpackungen, Rotlicht und andere Wärmeanwendungen können erhebliche Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung bringen. In manchen Fällen ist auch eine oberflächliche Kältetherapie hilfreich. Ob eine Schmerzlinderung durch kalte oder warme Anwendungen bessert, ist übrigens u.a. auch ein wichtiger Hinweis, um das angezeigte homöopathische Arzneimittel zu finden. Auch durch dieses kann eine Schmerzlinderung und eine Verlangsamung der Degeneration erreicht werden. Durchblutungsfördernde Maßnahmen und leichte Bewegung der betroffenen Fingergelenke sind ebenfalls wichtige Behandlungsmöglichkeiten.
In bereits weit fortgeschrittenem Stadium steht der Schmerz möglicherweise im Vordergrund. Hier hilft Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jakobson. Auch Akupunktur kann hilfreich sein.
Bei sehr schwerer Zerstörung einzelner Gelenke muß die operative Versteifung der Gelenke erwogen werden.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.