|
Definition und Häufigkeit:
|
|---|
|
Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. In Deutschland haben ca. 50 % der Erwachsenen und 85 % der über 70-jährigen zu hohe Blutdruckwerte.
| |
Ein über Jahre bestehender Bluthochdruck schädigt das Gefäßsystem, vor allem die kleinen Arterien durch Verletzung der Gefäßinnenwände, wo sich in der Folge Blutfette, Kalk und andere Stoffe ablagern und den Blutfluss beeinträchtigen.
|
|
Blutdruckmessung:
|
|---|
|
Der höhere, systolische Wert gibt den Druck an, der beim Zusammenziehen des Herzens entsteht, wenn das Blut in die Schlagader gepumpt wird. Dieser Wert sollte bei einem gesunden Erwachsenen in Ruhe ca. bei 120 mmHg liegen.
| |
Der niedrigere, diastolische Wert gibt den Druck zwischen zwei Herzschlägen an, wenn das Herz nach dem Pumpvorgang erschlafft und sich wieder mit Blut füllt. In dieser Ruhephase ist der Druck in den Adern niedriger und sollte unter denselben Bedingungen bei ca. 80 mmHg liegen.
| |
Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man, wenn in Ruhe ein Blutdruck von 140 (systolisch) / 90 (diastolisch) mmHg auf Dauer überschritten wird. Anhaltend hoher Blutdruck steigert das Risiko für Gefäßerkrankungen, Herzschwäche, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen.
|
|
Ursachen und Risikofaktoren:
|
|---|
|
In bis zu 95% ist die Ursache eines erhöhten Blutdrucks erblich oder durch äußere Risikofaktoren, die sich aus dem Lebensstil (Übergewicht, erhöhter Salzkonsum, Alkohol, Bewegungsmangel, Rauchen oder Stress) ergeben, bedingt. Erhöhtes Risiko findet man bei fortgeschrittenem Alter, männlichem Geschlecht, Fettstoffwechselstörungen sowie Zuckerkrankheit.
| |
In bis zu 10% der Fälle kann der Bluthochdruck auf andere Erkrankungen (Nierenerkrankungen, Hormonstörungen) oder auf Medikamenteneinnahme (Antibabypille, bestimmte Appetitzügler, einige Rheumamedikamente) zurückzuführen sein. Erhöhtes Risiko haben Patienten mit einer Herzerkrankung (z.B. Herzschwäche oder vorangegangenem Herzinfarkt), nach einem Schlaganfall, mit einer Nierenerkrankung oder mit Durchblutungsstörungen in den Beinen.
|
|
Symptome:
|
|---|
|
Bluthochdruck entwickelt sich langsam und unbemerkt, meist über Jahre hinweg. Er weist keine deutlichen Warnzeichen wie Schmerzen oder Unwohlsein auf.
|
|
Therapie:
|
|---|
|
Das Ziel einer Bluthochdrucktherapie besteht vor allem darin, den Blutdruck zu senken und dadurch Gefäßschäden an Herz, Gehirn, Nieren und Augen zu verhindern oder einzuschränken.
| |
Vor allem Gewichtsabnahme bei Übergewicht, fettarme und gesunde Ernährung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Fisch, Pflannenöle) und viel Gemüse und Obst, kochsalzarme Kost (maximal 4-6 g Salz täglich), regelmäßige Ausdauerübungen (3-4 mal pro Woche ca. 45 Minuten Walking, Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen) und Senkung eines übermäßigen Kaffee- und Alkoholkonsums sind zu empfehlen. Auf Rauchen sollte gänzlich verzichtet werden.
| |
Da der Bluthochdruck auch stressbedingte Komponenten aufweist, kann mit Entspannungsübungen wie Yoga, Autogenem Training und Muskelentspannung nach Jakobson ein Bluthochdruck im Anfangsstadium gut aufgefangen werden. Bei bereits jahrelang bestehender Hypertonie darf auf eine schulmedizinische Medikation nicht plötzlich verzichtet werden.
|
Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.
|