Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Arthrose – eine schmerzhafte Verschleißerkrankung der Gelenke

Definition:
Ein Gelenk besteht aus den beteiligten Knochen mit knorpelüberzogenen Gelenkflächen, der alles umfassenden Gelenkkapsel und deren Innenhaut. Eine Arthrose entwickelt sich, wenn der Knorpelabrieb auf den Gelenkflächen größer ist als dessen Wiederaufbau. Einmal zerstörtes Knorpelgewebe kann sich im Körper nicht mehr erneuern.

Häufigkeit:
In Deutschland sind etwa acht bis zehn Millionen Personen von Arthrose betroffen, allerdings hat nur ungefähr ein Viertel deshalb Beschwerden.

Ursache:
Die primäre Arthrose entsteht in erster Linie altersbedingt durch die Abnahme des Wassergehalts, was den Verschleiß des Knorpelgewebes beschleunigt. Eine erworbene (sekundäre) Arthrose entsteht oft infolge von Vorschädigungen des Knorpels z.B. durch
Übergewicht
mangelnde Bewegung
Unfall mit Gelenkbeteiligung
Fehlstellung bzw. Überlastung von Gelenken
Gelenkentzündungen
Stoffwechselerkrankungen, z.B. Gicht

Die mechanische Belastung des Knorpels führt zur Entzündung im Gelenk, wodurch die Knorpeloberfläche geschädigt oder gar zerstört wird. Der Verlust der Stoßdämpferfunktion des Knorpels führt zu einer vermehrten mechanischen Belastung des Gelenkes, die Reibung im Gelenk nimmt zu und die Entzündung wird stärker. Diesen Kreislauf gilt es mit den verschiedenen Behandlungsansätzen zu durchbrechen.

Diagnose:
Nach der Beschreibung der Beschwerden und einer Untersuchung des betroffenen Gelenks kann nach Einsatz von bildgebenden Verfahren meist die Diagnose gestellt werden.

Symptome:
Arthrose beginnt oft unauffällig mit Gelenksteifigkeit. Die Schmerzen treten zunächst nur bei deutlicher Belastung des Gelenks auf. Wenn der Verschleiß der Knorpelschicht ein bestimmtes Maß überschritten hat, werden die typisch stechenden Schmerzen bereits bei Beginn von normalen Bewegungen hervorgerufen (Anlaufschmerz) und lassen dann wieder etwas nach. Später bestehen diese Schmerzen auch in der Ruhe. Reibegeräusche bzw. Knirschen in den Gelenken kann ein zusätzliches Symptom darstellen.
Aufgrund der Schmerzen ist die Bewegung des betroffenen Gelenks sehr eingeschränkt. Häufig wird eine Schonhaltung eingenommen, um dem Schmerz auszuweichen - leider führt dies zu Schäden an anderen Gelenken.

Behandlung:
Folgende Maßnahmen können helfen, die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten und Schmerzen zu lindern:
Gewicht reduzieren
Regelmäßige Bewegung des betroffenen Gelenkes, um die Ernährung des Knorpelgewebes zu verbessern (Verletzungen müssen aber vorher abgeheilt sein)
zwischen Be- und Entlastung häufig wechseln
gymnastische Lockerungsübungen
Schwimmen in warmem Wasser
Tragen von Stöckelschuhen und unebene Wege meiden
Kälte und Nässe meiden
am besten meist vegetarische Ernährung mit vitaminreicher Kost
Kältebehandlungen bei entzündeten Gelenken und Wärmebehandlung zur Muskelentspannung und Durchblutungsförderung
Schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente auf pflanzlicher Basis
Akupunktur zur Schmerztherapie


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.