Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Arthritis – die Gelenkentzündung

Bei einer Arthritis handelt es sich um eine meist sehr schmerzhafte Entzündung eines Gelenkes, häufig begleitet von Schwellung, Überwärmung und Bewegungseinschränkung, eventuell auch mit Flüssigkeitsansammlung im Gelenk.

Ursachen:
Infektionen mit Bakterien oder anderen Erregern (Infektion direkt im Gelenk, evtl. auch Immunreaktion auf einen Magen-Darm-Infekt oder eine Infektion der Geschlechtsorgane)
rheumatoide Arthritis
Schuppenflechte (Psoriasis)
Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht)

Formen der Arthritis:
Infektiös bedingte Gelenkentzündung:
Eitrige Arthritis (Gelenkinfektion durch Bakterien aufgrund einer Verletzung oder einer Infektion über die Blutbahn mit Gelenkerguss)
Lyme-Arthritis (Borrelliose nach einem Zeckenbiss, Gelenkentzündung bevorzugt am Kniegelenk)
Rheumatisches Fieber (Immunreaktion auf Streptokokken-Bakterien, die eine Rachenentzündung ausgelöst hatten)
Virusbedingte Arthritis (z.B. bei Röteln, Hepatitis B, Mumps oder HIV)
Reaktive Arthritis (einige Wochen nach Infektion mit z.B. Chlamydien, Salmonellen oder Shigellen)

Nicht infektiöse Gelenkentzündungen:
Akuter Gichtanfall (betrifft v.a. das Großzehengrundgelenk)
Akuter Schub einer chronisch-rheumatischen Erkrankung
Rheumatoide Arthritis (Gelenkrheuma)
Morbus Bechterew (betr. v.a. Wirbelsäule und Kreuzbein)
Psoriasis-Arthritis (Gelenkentzündung bei Schuppenflechte)
Enteropathische Arthritis (Gelenkentzündung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)

Symptome:
Eine akute Arthritis ist meist gekennzeichnet durch eine Entzündung mit Gelenkschmerzen, Rötung, Schwellung und Überwärmung - häufig bildet sich auch Flüssigkeit im Gelenk. Bei Gelenkentzündungen durch Bakterien kann sich Eiter im Gelenk bilden, bei anderen Entzündungsformen ist der Gelenkerguss auf eine Reizung des Gelenkes zurückzuführen. Die Beschwerden bestehen spontan, in Ruhe und bei Bewegung und die Beweglichkeit im Gelenk ist eingeschränkt.
Eine chronische Gelenkentzündung kann mit der Zeit zu einer Zerstörung des Gelenkes mit Funktionsverlust und Verformung führen. Dann treten die Schmerzen oft morgens, Rötung und Überwärmung nur zeitweise auf.

Diagnose:
Nach einer ausführlichen Befragung erfolgt eine gründliche körperliche Untersuchung sowie meist eine Laboruntersuchung des Blutes, um bestimmte Entzündungswerte oder spezifische Entzündungsphänomene wie die sogenannten Rheumafaktoren oder bakterielle Antikörper zu ermitteln. In einzelnen Fällen können auch eine Gelenkpunktion, Röntgenaufnahmen, eine Gelenkspiegelung oder eine Gewebeentnahme erforderlich sein.

Behandlung:
Akute, bakteriell ausgelöste Gelenkentzündungen (eitrige Arthritis, Lyme-Arthritis, rheumatisches Fieber) müssen schulmedizinisch mit Antibiotika behandelt werden, um Gelenkschäden zu verhindern.
Generell sollte das akut entzündete Gelenk geschont, hochgelagert und gekühlt werden. Die eigentliche Therapie richtet sich nach der Ursache der Erkrankung. Man kann die Heilung u.a. unterstützen durch Einnahme des nach den Regeln der klassischen Homöopathie ausgewählten homöopathischen Einzelarzneimittels sowie durch Krankengymnastik, physikalische Therapie und Ergotherapie.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.