Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Ambrosia artemisiifolia
– Das Beifussblättrige Traubenkraut ist eine hochallergene Pflanze

Allgemeines:
Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung reagieren empfindlich auf das Beifussblättrige Traubenkraut Ambrosia, das bevorzugt in privaten Gärten wächst, eingeschleppt durch Vogelfutter. Auch auf Brachflächen und entlang von Autobahnen usw. kann man diese Pflanze finden.

Beschreibung der Pflanze:
Beim Traubenkraut Ambrosia artemisiifolia handelt es sich um einen getrenntgeschlechtlichen, einjährigen Korbblütler, der je nach Bodenqualität 20 cm bis 2 m hoch wachsen kann. Seine Stängel sind leicht behaart und die Sprossachsen sind stark verzweigt. Die feingliedrigen, zweimal fieder-schnittigen Blätter sind an Ober- und Unterseite grün (Beifuß ist an der Blattunterseite grauweiß-filzig behaart).
Von Juli bis Oktober blüht Ambrosia mit gedrungenen, fingerförmigen, grünlichen Blütenständen. Die gelb-grünen Blütenköpfe sind wie Trauben angeordnet.
Die aggressiven Pollen werden von Mitte August bis Ende Oktober gebildet - bis zu einer Milliarde Pollen pro Pflanze, die der Wind verbreitet.
Verwechselt wird Ambrosia häufig mit dem Einjährigen Beifuß (Artemisia annua), dem gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) oder mit der Stauden-Ambrosie (Ambrosia coronopifolia).

Ausbreitung:
Ambrosia breitet sich ausschließlich über Samen aus: Ab Ende August reifen durchschnittlich 3000 - 4000 Samen (2 - 4 mm) pro Pflanze heran, die ab Mitte September zu Boden fallen. Diese können bis zu 40 Jahre lang keimfähig bleiben!

Symptome, die durch Ambrosia ausgelöst werden können:
Ambrosiapollen haben ein besonders hohes allergenes Potenzial, d. h. bereits eine sehr kleine Menge an Pollen kann Allergien der Atemwege, Heuschnupfen, Entzündungen der Bronchialschleimhaut sowie Bindehautentzündung verursachen. Bei einer Allergie gegen Ambrosia-Pollen kann schweres allergisches Asthma etwa doppelt so häufig auftreten wie bei anderen Pollenallergien. Eine Berührung mit den behaarten Stielen kann eine Kontaktallergie mit starkem Juckreiz und Hautrötungen auslösen.
Ambrosia kann die Pollensaison für Allergiker bis zum ersten Frost verlängern - bei spätem Heuschnupfen sollte man also auch an Ambrosia denken.
Auch Kreuzreaktionen mit Bananen, Melonen, Goldrute, Sonnenblume, Kamille, Arnika und anderen Vertretern der Korbblütler können durch Ambrosia ausgelöst werden.

Ambrosia-Bekämpfung
Jedes Beifußblättrige Traubenkraut sollte man spätestens vor der Samenreife samt Wurzel ausreißen. Hierfür ist es am besten, Handschuhe und in der Blütezeit eine Atemschutzmaske (Feinstaubmaske) und ggf. eine Schutzbrille zu tragen. Keinesfalls sollte die Ambrosiapflanze auf dem Kompost entsorgt werden, sondern man sollte sie verbrennen oder in einer Plastiktüte dicht verpackt in den Hausmüll werfen.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.