Naturheilpraxis Ingrid Halbritter
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Akne – eine Erkrankung der Talgdrüsen

Definition:
Akne vulgaris ist eine Erkrankung der Talgdrüsen mit fettiger Haut, Pickeln, Pusteln und Mitessern. Diese Hautunreinheiten treten v.a. an Gesicht, Nacken, Dekolleté, Oberarmen und Rücken auf.

Häufigkeit:
80 bis 90 Prozent aller Jugendlichen sind mehr oder minder stark von Akne betroffen, Jungen häufiger als Mädchen. Bei bis zu 20 Prozent der Betroffenen bleiben die Hautunreinheiten über das 20. bis 25. Lebensjahr hinaus bestehen, v.a. bei Frauen. Auch Säuglinge und Erwachsene können unter der Hauterkrankung leiden. Schwerere Formen machen etwa 30 Prozent der Erkrankungen aus.

Ursache:
Das Hautbild der Akne entsteht durch eine Verstopfung der Talgdrüsen, deren Aufgabe es ist, den fetthaltigen Talg zu produzieren, der Haut und Haare geschmeidig halten soll. Die während der Pubertät gesteigerte Produktion des Geschlechtshormons Testosteron führt zur vermehrten Produktion von Talg, wodurch Haut und Haare fettiger werden. In Folge können die Ausführgänge der Drüsen verstopfen und Mitesser können sich entwickeln.

Neben der vermuteten Beteiligung genetischer Faktoren können auch folgende Punkte die Entstehung von Akne begünstigen:
übermäßige Verhornung der Hautporen (Verengung die Ausführgänge der Drüsen)
Mangel an ungesättigten Fettsäuren (ungünstige Zusammensetzung des Talgs)
fetthaltige Salben und Kosmetika
Chemikalien wie Chlor, Jod, Teer oder Öl
bestimmte Medikamente
Stress

Symptome:
Das Hautbild bei Akne kann je nach Schweregrad sehr unterschiedlich sein. Das Erscheinungsbild reicht von geschlossenen (weißen) Mitessern über offene, die meist einen schwarzen Punkt in der Mitte aufweisen aufgrund der Reaktion des Talgs mit der Luft und durch eine Einlagerung des Hautfarbstoffes Melanin.
Eine Entzündung aufgrund von Bakterienwachstum führt zu Eiter, Rötung, Schwellung und Schmerzen. Auch angrenzende Hautstellen können geschädigt werden. Bei schweren Formen können so Abszesse, Krusten und tiefe Narben, evtl. mit wucherndem Narbengewebe, entstehen.

Behandlungstipps:
viel Sonnenlicht
regelmäßige Hautreinigung mit tensidfreien Mitteln, zum Beispiel Syndets
Reinigungswässer, -tinkturen und Cremes auf pflanzlicher Basis
Salben oder Cremes mit Vitamin A (Retinoide) zur Beseitigung einer Verhornungsstörung bzw. zur Anregung der Hautneubildung (nicht geeignet für Schwangere)
Zinkhaltige Cremes oder Salben zur Hemmung von Bakterienwachstum und Entzündung
bei fettiger Haut fetthaltige Kosmetika meiden
Lebensmittel mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren (Butter, Sahne, Käse, Hühnereigelb, fettes Fleisch, fettes Geflügel , Wurst, Kokosfett und Palmöl) nur in sehr eingeschränkten Mengen zu sich nehmen

Keinesfalls sollten Pickel „ausgedrückt” werden, da dies die Gefahr einer Entzündung erhöht und umgebende Haut geschädigt wird, was zu Narbenbildung führen kann. Wegen der Gefahr von Narbenbildung sollte auch auf Peeling-Cremes verzichtet werden. Besser geeignet sind hier Präparate mit Fruchtsäuren.


Weitere Informationen: Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie Ingrid Halbritter, Diplombiologin und Heilpraktikerin, Ingolstadt, Tel. 0841 / 9 51 90 78.